Jütrichau (tr) l Ein Regionalexpress ist am Sonnabend gegen 23 Uhr mit absichtlich auf den Gleisen abgelegten Sperrmüll kollidiert. Der Vorfall ereignete sich nahe einer Gartenanlage in Jütrichau. „Der Lokführer leitete sofort eine Gefahrenbremsung ein, prallte aber noch mit 90 Stundenkilometern auf die Hindernisse, bevor der Zug stehen blieb“, sagt Chris Kurpiers, Sprecherin der Bundespolizei in Magdeburg.

Kurpiers: „Unbekannte Täter hatten eine Europalette, darauf Teile eines Kabeltrogs, eine Küchenarbeitsplatte, ein Dreirad und ein mit Steinen gefülltes Tonrohr auf die Gleise gestellt.“ Es sei zu keinen Schäden am Zug gekommen. Auch die Reisenden und das Zugpersonal blieben unverletzt. Es entstanden Zugverspätungen von insgesamt über 200 Minuten. „Es handelt sich hierbei um einen gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr“, erklärt Kurpiers.

Zeugen gesucht

Die Bundespolizei sucht nun Zeugen. Wer kann sachdienliche Hinweise zu möglichen Tätern geben, die sich zum genannten Zeitraum an dem Tatort aufgehalten haben? Die Hinweise werden in der Bundespolizeiinspektion Magdeburg (0391/56549 555), unter der kostenfreien Bundespolizei-Hotline 0800/6888000 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle entgegengenommen. Hinweise können auch über das Formular auf der Bundespolizei-Homepage www.bundespolizei.de gegeben werden.