Zerbst l Der Unmut mancher Bürger wächst. Nach wie vor rufen immer wieder Leser in der Lokalredaktion der Volksstimme an, die von widersprüchlichen, über unzureichende bis falsche Aussagen an der Telekom-Hotline hinsichtlich eines Anschlusses ans schnelle Internet berichten.

So wurde einem Steutzer Anwohner zunächst zugesagt, dass er den Breitbandanschluss erhält, wenn auch erst ab August. Nun erhielt er kürzlich einen Anruf, dass dies nicht mit Sicherheit gesagt werden könnte, da Steutz noch nicht ausgebaut sei.

Am Netz bis Ende 2018

Anfang Dezember 2018 erklärte Thomas Otto, Regionalmanager der Deutschen Telekom, dessen Aufgaben inzwischen Roland Voigt übernommen hat, dass die Ortsteile Reuden, Reuden-Süd, Grimme, Golmenglin, Deetz, Dobritz, Nedlitz, Hagendorf, Zernitz, Kuhberge, Strinum, Buhlendorf, Polenzko, Mühro, Bärenthren, Bornum, Garitz, Kleinleitzkau, Trüben, Straguth mit Gollbogen, Badewitz, Steutz und Steckby bereits im Regelausbau der Telekom am neuen Netz angeschlossen sind oder es bis Jahresende 2018 sein werden.

Doch die Realität sieht bei zahlreichen Bürgern wohl anders aus. Es gibt Einwohner, die verfügen bereits über das schnelle Internet. Andere, denen im Frühjahr ein entsprechendes Angebot gemacht wurde, hätten jetzt einen Anruf erhalten, dass dies nun nicht mehr möglich sei. Noch andere erhalten an der Hotline noch immer die Auskunft, dass in Zerbst gar nicht ausgebaut wird. Und die Antworten, die die Volksstimme auf ihre regelmäßigen Nachfragen bekommt, klingen zunehmend genervt und werden immer kürzer.

Kurze und knappe Antwort

Wie weit ist der Regelausbau inzwischen in den einzelnen Orten, welche sind bereits erschlossen, welche noch nicht, wollte die Volksstimme erneut von der Deutschen Telekom wissen. „Der Ausbau ist unter www.telekom.de/sachsen-anhalt einsehbar. Die genannten Orte werden dort mit den verfügbaren Bandbreiten angezeigt“, schreibt Georg von Wagner, Sprecher der Deutschen Telekom kurz und knapp.

Bis wann alle Orte angeschlossen sein werden, so dass die Bürger das schnelle Internet nutzen können, könne er so im Allgemeinen nicht beantworten. „Das hängt vom jeweiligen Ort, von eventuellen Förderverfahren, von der Technik beziehungsweise von den Kommunen (Genehmigungen) ab“, so von Wagner.

Ausbau von Förderverfahren abhängig

So ein Fall wie der in Steutz sei ihm konkret nicht bekannt. „Der Ort ist sogar mit 250 MBit/s ausgebaut“, schreibt der Telekom-Sprecher. Eventuell handele es sich um eine Störung. „In solchen Fällen müssen Telefonnummern benannt werden, sodass wir konkret danach recherchieren können“. so von Wagner.

Wann der Ausbau in Zerbst selbst endgültig abgeschlossen sein wird, beziehungsweise, wann alle Straßen der Kernstadt am Netz sind, beantwortet Georg von Wagner so: „Wir möchten den Ausbau im September beendet haben. Vereinzelt hängt dies aber noch von zu liefernden Stromanschlüssen ab.“ Das gelte auch für den Stadtrand, wie unter anderem die obere Magdeburger Straße oder den Ankuhn, betont der Telekom-Sprecher.

Mehr Infos im Internet

„Welche Zerbster Straßen im Zuge der angekündigten Teilinbetriebnahmen bereits am Netz sind und mit welchen Bandbreiten, kann ebenfalls unter dem genannten Link im Internet einsehen werden“, schreibt von Wagner weiter.