Vorläufiges Ergebnis der Landtagswahl im Wahlkreis 23

CDU holt in Zerbst die meisten Wählenstimmen und Dietmar Krause das Direktmandat

Wer soll Sachsen-Anhalt in den kommenden fünf Jahren regieren? Welchen Parteien trauen die Bürger diese Verantwortung am meisten zu? Gestern trafen die Wähler die Entscheidung. Noch ist das endgültige Ergebnis offen. Im Wahlkreis 23 hat sich erneut die CDU vor der AfD behauptet.

Von Daniela Apel
Nachdem gestern um 18 Uhr die Wahllokale schließen, beginnt auch in  Steutz das Auszählen der Ergebnisse. Zuerst ist die Landtagswahl an der Reihe, wofür Annett Madrian, Dana Hohmann und Annet Linder (v.l.) zunächst sämtliche Wahlscheine wieder auseinanderfalten, bevor es an das Auszählen der Erst- und Zweitstimmen geht.
Nachdem gestern um 18 Uhr die Wahllokale schließen, beginnt auch in Steutz das Auszählen der Ergebnisse. Zuerst ist die Landtagswahl an der Reihe, wofür Annett Madrian, Dana Hohmann und Annet Linder (v.l.) zunächst sämtliche Wahlscheine wieder auseinanderfalten, bevor es an das Auszählen der Erst- und Zweitstimmen geht. Foto: Daniela Apel

Zerbst - „Es sieht gut aus. Ich bin sehr zufrieden“, freut sich Dietmar Krause gestern kurz vor 22 Uhr. Zwar ist das Ergebnis zu der Zeit noch nicht endgültig. Doch dem 60-jährigen CDU-Politiker scheint gelungen zu sein, was er erhofft hatte: Nach 2011 und 2016 wird er erneut das Direktmandat im Wahlkreis 23 holen und ein drittes Mal in den Landtag von Sachsen-Anhalt einziehen.

Sein anvisiertes Ziel war es, 30 Prozent der Stimmen zu erhalten. Nach Auszählung von 73 aller 81 Wahlbezirke zwischen dem Osternienburger Land und der Stadt Gommern lag er mit 35,65 Prozent eindeutig vor seinem AfD-Verfolger Gordon Köhler mit 22,95 Prozent. Auch bei den Zweitstimmen verteidigten die Christdemokraten nach dem vorläufigen Zwischenstand ihren Vorsprung gegenüber der Alternative für Deutschland. Vor allem legten sie mit fast 39 Prozent im Vergleich zur letzten Landtagswahl (31,2 Prozent) deutlich zu. Unterdessen fiel Die Linke von 14,8 (2016) auf nun 10,83 Prozent. Auch die SPD verlor in der Wählergunst und sackte von 10,1 auf 8,09 Prozent ab, während sich die FDP geringfügig von 4,6 auf 6 Prozent verbesserte.

Rege Wahlbeteiligung in Zerbst und Umgebung

Insgesamt 40.578 Personen waren im Wahlkreis 23 aufgerufen, ihr Votum darüber abzugeben, wie sich in den kommenden fünf Jahren das Parlament von Sachsen-Anhalt zusammensetzt. Bei 17.528 lag in der Einheitsgemeinde Zerbst die Zahl der Wahlberechtigten. Über die Hälfte nutzte das Recht auf demokratische Mitbestimmung.

So herrschte in den 33 Wahllokalen in und rund um Zerbst ein stetiges Kommen und Gehen, so wie beispielsweise im Steutzer Gemeindehaus. Bereits kurz nach 8 Uhr trafen dort am Sonntagmorgen die ersten Bürger ein, um ihre Kreuze zu setzen. Die letzten huschten noch rasch zwei Minuten vor der Schließung des Wahllokals um 18 Uhr hinein, um ihre Stimme abzugeben. Danach begann für die ehrenamtlichen Wahlhelfer die verantwortungsvolle Aufgabe der Auszählung.

Von den 687 Wahlberechtigten der aus Steutz und Steckby bestehenden Ortschaft beteiligten sich 364 (knapp 53 Prozent) an der Landtagswahl. Acht Stimmzettel wurden als ungültig aussortiert. Eindeutig war das Ergebnis, das um 19 Uhr schließlich feststand: Mit 30,9 Prozent der Wählerstimmen ging Dietmar Krause vor Gordon Köhler mit 24,16 Prozent als Sieger hervor.

Schnellmeldungen lassen rasch Trend erkennen

Wenig später ließ sich das Resultat auf der Internetseite der Stadt Zerbst nachlesen, wo die im Rathaus eingehenden Schnellmeldungen sofort zeitnah veröffentlicht wurden. Die ersten Ergebnisse deuteten anfangs ein Kopf-an-Kopf-Rennen an, das sich jedoch rasch relativieren sollte. So holte in Pulspforde Dietmar Krause die meisten Stimmen, während sich in Straguth indes Gordon Köhler an die Spitze setzt.

Nach und nach korrigierte sich das Bild mit jedem Auszählungsergebnis, das eintraf immer mehr zu Gunsten des CDU-Politikers. Ein Bild, das sich über den gesamten Wahlkreis hinweg widerspiegeln sollte. So lag Dietmar Krause bereits nach Auszählung über der Hälfte der Wahlbezirke klar vorn.

Mit dem Zwischenstand um 22.15 Uhr hatte Mario Rudolf immerhin 9,51 Prozentpunkte im gesamten Wahlkreis erzielt. In der Einheitsgemeinde Zerbst vereinte der Ortsbürgermeister von Garitz, der für die Freien Wähler antrat, sogar über 15 Prozent der Wählerstimmen auf sich. Damit landete er hier sogar auf Rang 3 hinter Krause und Köhler und vor Anke Nielebock.