Deetz l Der Kirchturm der Deetzer Kirche ist ringsherum eingerüstet. Auf der Turmspitze wird gearbeitet. „Der Kirchturm wird nun endlich – nach fast dreijähriger Vorbereitungsphase – neu eingedeckt“, so Pfarrerin Salome Quos.

Spenden und Förderung

Die Kosten für die Baumaßnahme belaufen sich auf rund 37.000 Euro. Insgesamt 13.000 Euro hat die Evangelische Landeskirche Anhalts zur Verfügung gestellt. 8200 Euro kommen von Lotto-Toto Sachsen-Anhalt. Mit einer Spende von 1000 Euro ist die Volksbank Dessau-Anhalt eG mit im Boot.

Etwas über 1000 Euro hat die Kirchengemeinde Deetz an Spenden für den Turm gesammelt. Den Rest muss die Kirchengemeinde selber aufbringen. Hilfreich sei hier auch die Sturmschadensregulierung. Die konnte im vergangenen Jahr noch nicht abgefordert werden, weil die Dachdeckerfirmen einfach zu beschäftigt damit waren, „alte“ Sturmschäden vom Juni Jahres zu beseitigen. „Insgesamt bleiben 10 000 Euro, die die Kirchengemeinde Deetz aus eigener Kasse zahlen muss“, erklärt die Pfarrerin: „ Wir sind dankbar für jede Spende, die uns den Erhalt unserer Kirche sichert.“

Allerdings umfasst die Baumaßnahme tatsächlich nur die Dacheindeckung. Alles andere, wie eine gründliche Turmsanierung, bei der die Außenmauer des Turmes saniert und neu verputzt wird, ist derzeit nicht bezahlbar. Am gesamten Gebäude nagt der Zahn der Zeit stets und ständig.

Pfarrhaus bereits saniert

Die bauausführende Firma der derzeitigen Maßnahme ist der Bauhof Weferling aus Walternienburg. „Wir haben mit dieser Firma sehr gute Erfahrungen gemacht“, berichtete Salome Quos. Das Lindauer Kirchdach wurde ebenfalls von dieser Firma saniert und viele andere Kirchendächer in der Parochie. Jüngstes Projekt war beispielsweise die Außensanierung des Lindauer Pfarrhauses 2015.

Auch der Deetzer Ortsbürgermeister Ulrich Weimeister ist froh, dass das Dach des Kirchturmes nun gemacht wird, nachdem die jüngsten Stürme ihre Spuren hinterlassen hatten. Es sei schon riskant gewesen, auf dem Friedhof Pflegearbeiten durchzuführen, ohne das von oben noch was runter kommt.

Die große Feldsteinkirche aus Schiff, Chor und hoher Apsis wurde bereits um 1170 errichtet. Der massive Turm wurde um 1200 angefügt. Die Kirche wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts im Stil des Barock umgebaut.