Kandidaten ziehen Fazit

Dietmar Krause freut sich über regen Wählerzuspruch zum Einzug in den Landtag

Zum dritten Mal in Folge ist es Dietmar Krause gelungen, sich im Wahlkreis 23 das Direktmandat zu sichern. Nach 2011 und 2016 zieht der CDU-Politiker nun für weitere fünf Jahre in den Landtag von Sachsen-Anhalt ein. Seine Mitbewerber nehmen es sportlich.

Von Daniela Apel
Gemeinsam mit Ehefrau Christine und Sohn Enrico verfolgte Dietmar Krause in Aken den Ausgang der Landtagswahl.
Gemeinsam mit Ehefrau Christine und Sohn Enrico verfolgte Dietmar Krause in Aken den Ausgang der Landtagswahl. Foto: CDU Anhalt-Bitterfeld

Zerbst - „Aller guten Dinge sind Drei“, sagt Dietmar Krause. Der CDU-Politiker ist glücklich über das „Wahnsinns-Ergebnis“. Zwar deuteten die Prognosen ein positives Abschneiden bei der Landtagswahl an. Allerdings rechnete der 60-Jährige nicht damit, das Direktmandat mit für ihn beachtlichen 36,54 Prozent zu holen. Die 30 Prozent hatte er angepeilt. Alles darüber hinaus sei Zugabe, hatte Krause im Vorfeld erklärt.

Sein ehrgeiziges Ziel war klar: Nach 2011 und 2016 wollte er erneut gewinnen und ins Parlament von Sachsen-Anhalt einziehen. Genau das hat der gebürtige Kleinpaschlebener nun geschafft. Dabei ging der Wahlsonntag nicht emotionslos an ihm vorbei. „Am meisten gebibbert habe ich zwischen Drei und Vier“, gesteht Dietmar Krause. Nach der ersten erfreulichen Hochrechnung senkte sich sein Puls wieder.

Mario Rudolf (Freie Wähler) freut sich über sein Ergebnis

Die nacheinander eintrudelnden Zwischenstände sorgten immer mehr für die Gewissheit, im Wahlkreis 23 als Sieger hervorzugehen. Nach Auszählung von 25 der 81 Wahlbezirke schnellte sein Stimmenanteil sogar auf 40,58 Prozent hoch. „Was ist jetzt los?“, schoss es Dietmar Krause da ungläubig durch den Kopf. Am Ende pegelte sich sein Ergebnis knapp darunter ein. „Die Last ist von einem gefallen“, kommentiert der 60-Jährige das für ihn so erfreuliche Resultat.

„Ich gratuliere Dietmar Krause zum Wahlsieg“, sagt Mario Rudolf. Der Ortsbürgermeister von Garitz trat zum wiederholten Mal für die Freien Wähler an und das ohne viel Aufhebens um seine Kandidatur zu machen. Weder mit Flyern noch Plakaten warb er um Stimmen. Umso mehr freute er sich über die 9,57 Prozent, die er erreichte. „Mehr hab' ich mir nicht ausgerechnet“, verrät Mario Rudolf. „Ich bin nicht enttäuscht, sondern bedanke mich bei allen Leuten, die mich unterstützt haben.“ In der Einheitsgemeinde Zerbst waren das nicht wenige. Hier kam er am Ende sogar auf 15,38 Prozent - in Garitz und Mühro verwies er sogar Dietmar Krause auf Platz 2. Mit diesem Rückhalt will er als Mitglied des Stadtrates und des Kreistages weiterhin sein Bestes für die Region geben.

Karsten Todte (SPD) bedauert schlechtes Abschneiden

Auch wenn Die Linke landesweit Verluste eingefahren hat, ist Anke Nielebock mit ihrem Ergebnis zufrieden. 13,04 Prozent holte sie als politischer Neuling und schnitt damit besser ab als ihre Partei, die im Wahlkreis 23 um 3,77 Prozentpunkte auf 11,05 absackte. „Wir müssen jetzt sehen, wie wir das Vertrauen der Wähler zurückgewinnen“, sagt sie. Die Linke muss sich ihrer Ansicht nach wieder stärker auf ihre Kernthemen wie soziale Gerechtigkeit konzentrieren.

In der Wählergunst verloren hat auch die SPD. „Mit dem Ergebnis kann man nicht zufrieden sein“, sagt Karsten Todte. Mit seinem persönlichen Resultat liege er leider im Landestrend der Sozialdemokraten, bedauert er mit Blick auf die 7,37 Prozent an Wählern, die ihr Kreuz bei seinem Namen machten. „Schade, ich denke, ich hätte gute Ideen für den Wahlkreis gehabt“, bemerkt Karsten Todte. Den Kopf in den Sand steckt er allerdings nicht: „Ich blicke nach vorn“, äußert er sich zuversichtlich, während er Dietmar Krause gratuliert.

Ingo Sinast (FDP) ist zufrieden

„Im Landtag wird es künftig eine Stimme mehr geben“, spielt Ingo Sinast auf den Wiedereinzug der FDP ins Parlament von Sachsen-Anhalt an. Das war ihm wichtig, deshalb hatte er sich im Wahlkreis 23 für die Liberalen als Direktkandidat aufstellen lassen. Mit den erreichten 6,22 Prozent „bin ich voll zufrieden“, sagt der Lindauer. Dies sei das Ergebnis gewesen, das er erwartet habe.

Die wenigsten Stimmen vereinte Lysann Papenroth auf sich. Nur 4,11 Prozent errang die Steutzerin für die Grünen. Sie hatte mehr erhofft, auch wenn ihr Ergebnis eine Steigerung gegenüber der letzten Landtagswahl war, als die Direktkandidatin der Grünen nur 3,78 Prozent holte. Froh ist Lysann Papenroth, dass ein Abdriften nach rechts in die undemokratische Ecke verhindert wurde und stattdessen die CDU als Wahlsieger hervorging.

AfD-Kandidat Gordon Köhler war gestern nicht für eine kurze Stellungnahme zu erreichen. Er kam auf 23,15 Prozent der Wählerstimmen und landete damit deutlich hinter Dietmar Krause.