Zerbst l Die Corona-Pandemie und die vom Land erlassenen Beschränkungen wirken sich – trotz der Lockerungen – auch auf die diesjährigen Einschulungen aus. Ausladende Feste mit einem bunten Unterhaltungsprogramm werden so in diesem Jahr nicht stattfinden können. Die Grundschulen in Zerbst stellt das vor eine große Herausforderung. Denn momentan können die Schulleiterinnen nur von Woche zu Woche planen.

Eine Neuerung, neben den Corona-Beschränkungen, gibt es allerdings noch. Die Schulen können selbst entscheiden, ob die Einschulung – wie bisher üblich – am ersten Sonnabend (29. August) nach Schulbeginn stattfindet oder bereits direkt nach Ferienende (27. August).

Viele Schulen entscheiden sich für 29. August

„Wir werden erst kurz vor den Sommerferien eine Entscheidung treffen können“, sagt Friederike Grötzsch, Schulleiterin der Evangelische Bartholomäischule Zerbst. Dennoch stünden schon einige Punkte fest: Die Einschulung der 22 Abc-Schützen wird am Sonnabend, 29. August, um zehn Uhr stattfinden und mit einem Festgottesdienst beginnen. In welchem Rahmen dieser veranstaltet wird, könne aber erst kurzfristig entschieden werden. „Wir können den Gottesdienst traditionell in der St. Bartholomäikirche feiern oder nach draußen verlegen“, erzählt Friederike Grötzsch. Die Eltern sollen darüber kurz vor der Einschulung informiert werden.

Bilder

Der Gottesdienst würde auf jeden Fall nur mit einer eingeschränkten Schulgemeinde und im engsten Familienkreis stattfinden. Auch die Zuckertüten-Übergabe muss in diesem Jahr angepasst werden. Normalerweise wird bei dieser Tradition eine große Plane auf dem Schulhof ausgelegt, worauf die Schultüten verteilt werden. Die Eltern stehen dann in einem großen Kreis um die Plane herum. „Wir müssen die Bestimmungen abwarten und dann entscheiden, ob wir das so umsetzen können“, sagt Schulleiterin Friederike Grötzsch.

Kein genauer Plan vor neuer Verordnung

Eine neue Verordnung will auch Heike Bengner, Schulleiterin der Astrid-Lindgren-Grundschule, abwarten. „Wir können bis dahin keinen konkreten Plan erstellen“, sagt sie. Aber auch sie habe sich bereits für den 29. August als Termin für die Einschulung entschieden.

Sie wird wahrscheinlich, wie in den vergangenen Jahren auch, in der schuleigenen Turnhalle stattfinden. Diese wird dann entsprechend bestuhlt und geschmückt, wie Heike Bengner mitteilt. „Wir müssen schauen, wie viele Kinder und Erwachse- ne teilnehmen dürfen“, so Bengner.

Kurzes Programm und kein Singen

Das Programm zur Einschulung soll gekürzt werden. Dennoch bereiten die Schüler der Grundschule bereits lustige Texte mit Gedichten vor. Eine Gesangseinlage wird es allerdings nicht geben. „Wir dürfen bislang nur im Freien singen“, sagt Heike Bengner. Das würde den Musikunterricht und die Vorbereitung des Einschulungsprogramms deutlich einschränken. „Die Situation ist in diesem Jahr nicht optimal, aber wir machen das Beste daraus“, freut sich Heike Bengner trotz schwieriger Umstände auf die Einschulung.

„Wir wollen das Bestmögliche für Eltern und Kinder auf die Beine stellen“, zeigt sich Manuela Aretz, Schulleiterin der Grundschule „An der Stadtmauer“ zuversichtlich. Sie und ihre Kollegen befänden sich zwar schon in der Planung, aber Konkretes könnte sie noch nicht sagen. „Mit der nächsten Verordnung wollen wir dann eine Entscheidung treffen und diese den Eltern mitteilen“, sagt Manuela Aretz.

Ort für Einschulung ist noch offen

Fest steht: Die Einschulung wird am 29. August stattfinden. Ob das Fest in der Stadthalle abgehalten wird oder an einem anderen Ort, stehe noch offen. Es wird auf jeden Fall etwas Feierliches geben, wie Manuela Aretz mitteilt.