Nutha (vs) l Nachdem bereits am 2. Mai eine über 80-jährige Zerbsterin um 20.000 Euro betrogen worden ist, wurde nun eine 76-jährige Rentnerin aus Nutha Opfer des so genannten Enkeltricks. Das teilte Michael Däumich, Sprecher des Polizeireviers Anhalt-Bitterfeld, gestern mit. Wie er die Volksstimme informierte, erhielt die ältere Dame am 14. Mai gegen 12.30 Uhr einen Anruf einer Frau, die sich als ihre Enkelin ausgab und sie um Bargeld in Höhe von 35.000 Euro für eine Eigentumswohnung bat. „Die Anruferin gab an, dass sie das Geld aufgrund eines Notartermins nicht selbst abholen könne, sondern ein Mitarbeiter des Notariats kommen würde, um das Geld abzuholen“, berichtete der Polizeihauptkommissar. Die Rentnerin hob daraufhin die geforderte Geldsumme bei ihrer Bank ab und übergab diese einem Mann, der am Nachmittag bei ihr zu Hause erschienen war. Nachdem die Geschädigte später mit Verwandten Rücksprache gehalten hatte, fiel der Betrug auf und wurde der Polizei gemeldet, wie Däumich weiter schilderte.

Polizei sucht Zeugen

Die Polizei ist nun auf der Suche nach Zeugen, die den Mann beobachtet haben oder vielleicht kennen, der das Geld von der Nuthaerin abholte. Dieser wird auf 20 bis 30 Jahre alt geschätzt, war ungefähr 1,65 bis 1,70 Meter groß, von schlanker Gestalt und ausländischem Typ. Er trug dunkle Kleidung, eine Mütze und eine Sonnenbrille. Wer Hinweise hat, wird gebeten sich im Zerbster Revierkommissariat (Telefon 03923/71 60) oder im Polizeirevier Anhalt-Bitterfeld in Köthen (03496/42 60) zu melden. Es kann auch die E- Mail Adresse efuest.prev-abi@polizei.sachsen-anhalt.de genutzt werden.

Polizei warnt vor betrügerischen Anrufen

Im Zusammenhang mit diesem zweiten Enkeltrick innerhalb kurzer Zeit warnt die Polizei erneut, keinesfalls Bargeld an fremde Personen herauszugeben, und rät dazu, die Echtheit des Anrufs durch einen Rückruf bei den jeweiligen Verwandten oder Bekannten zu prüfen. „Zugleich möchten wie Angehörige bitten, ihre älteren Verwandten zu sensibilisieren und vor solch betrügerischen Anrufen zu warnen“, so Michael Däumich. Bei Verdacht einer Straftat sollte umgehend die Polizei über Notruf 110 informiert werden.