Zerbst l Nicht nur das Beherrschen der Feuerwehrtechnik, die einzelnen Handgriffe oder das theoretische Wissen ist unabdingbar, wenn die Feuerwehr zu Einsätzen ausrückt, bei denen es nicht selten um Leben und Tod geht. Das lernt bereits der Nachwuchs. Doch was mindestens genauso wichtiger ist: gegenseitiges Vertrauen, das Zusammenspiel und Teamarbeit.

Um dies nicht nur in der Ausbildung immer wieder in den Fokus zu rücken, organisieren die Jugendwarte der Ortswehren regelmäßig Wettkämpfe.

Wettkämpfe motivieren Jugendliche

„Diese Ausscheide sind für die Kinder und Jugendlichen eine enorme Motivation“, weiß Kerstin Zehle, die sich seit vielen Jahren um den Feuerwehrnachwuchs in Deetz-Badewitz kümmert und den Jugendverbandstag mit organisiert hat.

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Zum Wettkampf der Jugendfeuerwehren des Feuerwehrverbandes Köthen-Zerbst/Anhalt am Sonnabend im Zerbster Schlossgarten hatten sich immerhin 18 Mannschaften angemeldet. Unterwegs waren knapp 100 Kinder und Jugendliche sowie etwa 60 Mannschafts- und Stationsbetreuer. „Ich freue mich, dass wir wieder einmal Gastgeber für den Verbandstag sein dürfen“, sagte Bürgermeister Andreas Dittmann (SPD) am Morgen bei der Eröffnung. Dieser Wettkampftag habe schon eine enorme Vorbereitungszeit hinter sich.

„Deshalb gilt mein Dank allen, die neben ihrem Job, der Ausbildung, den Einsätzen und dem Familienleben diesen Jugendverbandstag organisiert haben“, betonte Dittmann. „Gebe es nicht so viele Betreuer und Jugendwarte, würden wir heute nicht hier stehen.“

Zehn Aufgaben auf dem Kurs

An zehn Punkten entlang der Stadtmauer mussten die jungen Retter die verschiedensten Aufgaben lösen.

Auf dem rund vier Kilometer langen Kurs um das historische Bauwerk warteten Stationen wie Schlauchkegeln, Zielweitwurf, Schlauchflechten, Gerätebau oder Erste Hilfe auf den Nachwuchs.

„Der Grundkurs bei der Ausbildung in den Kinder- und Jugendfeuerwehren ist im Grunde überall gleich“, sagte Kerstin Zehle. Und doch könne man an den einzelnen Stationen Unterschiede beim Wissensstand der Mannschaften erkennen.

Der Nachwuchs hat an allen Anlaufpunkten sein Bestes gegeben und war voller Ehrgeiz und Freude bei der Sache, auch wenn der eine oder andere Jutesack beim Zielwurf daneben ging.

„Bedanken möchte ich mich bei allen Helfern und Unterstützern. Ein besonderer Dank geht an einen Zerbster Supermarkt, der für jeden Jugendlichen einen Verpflegungsbeutel gesponsert haben“, freute sich Kerstin Zehle.