Steutz l Großer Bahnhof gestern Mittag im Landschulheim Steutz. In Vertretung des Anhalt-Bitterfelder Landrates war Sabine Engst nach Steutz gekommen. Ebenfalls als Schirmherr der Zerbster Bürgermeister Andreas Dittmann und als Schirmherrin die Steutzer Ortsbürgermeisterin Regina Frens. Heidrun Dörfler vom Kreissportbund Anhalt-Bitterfeld, die Vorstandsvorsitzende vom Albert-Schweitzer Familienwerk Ingeborg Bräutigam sowie der Präsident des Luftsportverbandes Sachsen-Anhalt Henning Schulte machten den Flugmodellsportlern ihre Aufwartung. Aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Badem-Württemberg, Thüringen und Brandenburg waren diese angereist.

Viele Gäste

„Die Freude über diesen Wettbewerb teilen wir alle“, sagte Andreas Dittmann, der besonders froh über die Gäste aus der Zerbster Partnerstadt Nürtingen war. Der Bürgermeister nutzte die Gelegenheit, die Hauptakteure der Modellflugtage zu ehren. Seit 40 Jahren sind es Wolfgang Albert, Kurt Niemetz und Achim Macke vom Flugmodellsport- und Freizeitclub Zerbst, die die Veranstaltung in Steutz organisieren. Wenn sie nicht wären, wäre es fraglich, ob es diese Wettkämpfe gebe, meinte auch Sabine Engst.

Neben der Ehrenurkunde von der Stadt Zerbst würdigte Yvette Kilz im Namen der Bundeskommission des Deutschen Aero Clubs das Engagement der drei Herren. Zur Urkunde bekamen sie, wie sollte es anders sein – ein Fliegerräuchermännchen.

Bilder

An Aufhören ist bei den altgedienten und erfahrenen Flugmodellsportlern nicht zu denken. „Solange wir noch die Treppe zur Jugendmodellbauwerkstatt in der Villa rauf kommen“, erklärte Wolfgang Albert. Dort wird montags und mittwochs von 15 bis 16.30 Uhr gewerkelt. Wer Interesse hat, kann vorbeischauen. Dennoch sei man dabei, die jüngere Generation einzuführen, ergänzte Wolfgang Albert.

Das ideale Flugwetter bot die Fliegerwoche in diesem Jahr nicht. Wettbewerbsleiter Claus Thiele zeigte sich dennoch optimistisch, dass in allen Wettbewerben Wertungen möglich sind. Zur Eröffnung konnte er gestern bereits zwei Wettbewerbe als abgeschlossen vermelden. Auch morgen wird noch geflogen.

Mehrere Starts

In sechs Klassen geht der Nachwuchs – Sechs- bis 18-Jährige, insgesamt 34 Teilnehmer – an den Start. Das geht los beim Mini-UHU, gefolgt von Kleiner UHU. Im Fernlenkflug werden dann die weiteren Klassen unterschieden: Schleuder-UHU, Gliding Class, Open Gliding Class und Electric Class. Es gibt mehrere Starts abhängig von der Klasse, im Freiflug zum Beispiel 5 pro Teilnehmer. Im Fernlenkflug sind es dann bei Serien auch mal 20 Starts. In der einfachsten Klasse hatte Thiele 21 Teilnehmer auf der Liste.

„Die Beteiligung ist richtig gut in diesem Jahr“, zeigte sich der Wettbewerbsleiter zufrieden. Er selbst war mit sieben jungen Leuten aus Sachsen angereist. Trotz allgemeiner Nachwuchssorgen sei wieder eine steigende Tendenz im Flugmodellsport festzustellen, meinte er, was jedoch lokal unterschiedlich und vom jeweiligen Verein abhängig ist. Claus Thiele war 1977 das erste Mal in Steutz und hat viele schöne Erinnerungen. Die Jugend von heute soll auch in den Genuss kommen, begründete er, warum er sich in den letzten zehn Jahren verstärkt eingebracht hat.

Volles Haus im Landschulheim, dazu ringsum Zelte – statt Eis hatte Christine Jäger als Hausherrin gestern für alle lieber Regencapes mitgebracht...