Zerbst l „Ich war Ende Mai auf einer Stadtratssitzung und habe in der Einwohnerfragestunde vorgebracht, ob nicht der Haupteingang zum Heidetorfriedhof in irgendeiner Form geglättet werden könne“, erzählt Dirk Tischmeier in der Lokalredaktion.

Mehrmals habe er beobachtet, wie ältere Menschen mit Rollator oder Rollstuhlfahrer große Probleme hatten, das unebene Kopfsteinpflaster zu überwinden. „Bei den Leuten bebte der gesamte Körper, wie bei einer unfreiwilligen Ganzkörpermassage“, sagt Tischmeier. So habe er es auch den Stadträten berichtet und sogar demonstriert.

„Ich war ziemlich überrascht, als ich nur wenige Tage später Post aus der Stadtverwaltung bekam“, schildert der Zerbster. Darin sei ihm mitgeteilt worden, dass eine Möglichkeit, eine gewisse Ebenheit herzustellen, das Versiegeln der Fugen mit einem Fugenvergussmaterial sei.

„Da diese Variante recht teuer ist, werden wir dies auf einer kleinen Fläche testen. Ich bitte Sie dann, diese Fläche zu testen und mir mitzuteilen, ob eine Verbesserung eingetreten ist“, schreibt Ute Schilling vom Grünflächenamt an Dirk Tischmeier.

„Ich war mehr als nur positiv überrascht“, gibt Tischmeier zu. Der Brief sei nur zwei Wochen nach der besagten Stadtratssitzung gekommen. „Inzwischen sind die Fugen im Eingangsbereich des Friedhofs versiegelt, und für Rollatoren und Rollstuhlfahrer geht es weniger holprig voran“, freut sich Tischmeier über die prompte Erledigung und dankt der Stadtverwaltung.

„Alle meckern, aber die Besucherplätze bei den Stadtratssitzungen bleiben meist leer“, sagt der Zerbster. Er wolle so den Beweis liefern, dass man durchaus etwas bewirken kann, wenn man seine Anliegen auch vorbringt.