Zerbst l Das Problem ist nicht neu. Seit dem Ausbau der Gartenstraße (L 149) kommt es im Einmündungsbereich zur Käsperstraße immer wieder zu kritischen Situationen. Vor allem, wenn die sich gegenüber liegenden Parknischen vor der Kita „Benjamin Blümchen“ von Autos genutzt werden, wird es eng im Begegnungsverkehr. Insbesondere Lkw und Traktoren haben dann Schwierigkeiten durchzukommen.

Das soll sich künftig ändern. Die Zerbster Ordnungsamtsleiterin Kerstin Gudella informierte im Bau- und Stadtentwicklungsausschuss am Dienstagabend, dass die Lage entschärft werden soll. Denn wie sie ausführte, würde sich der Verkehr dort vermehrt stauen. Abgefahrene Spiegel sind eine weitere Folge der beengten Situation. Nicht zuletzt geht es um die Sicherheit der Kinder, welche die Kita besuchen. In Anbetracht des großen benachbarten Parkplatzes an der Stadthalle schlug sie deshalb vor, die deutlich zu schmale Parknische für die Nutzung zu sperren – Autos, die darin parken, ragen automatisch in die Fahrbahn hinein, wenn sie nicht verbotenerweise mit einer Seite auf dem Gehweg stehen.

Parkalternative schaffen

„Ich würde beide schließen“, bezog sich Lutz Voßfeldt (FDP) ebenfalls auf die gegenüber befindliche Parktasche. Diese ist zwar breiter, aber „knirsch“, wie es Kerstin Gudella ausdrückte. Das heißt, Fahrzeuge müssen nah am Bordstein parken, um nicht auf der Straße zu stehen. Zugleich befinde sich diese im Aufstellbereich für das Stoppschild, gab Voßfeldt zu bedenken. Daneben regte er an, in der Gartenstraße vielleicht einen Fußgängerüberweg zu schaffen, um das Überqueren der Straße für jene zu erleichtern, die ihr Auto auf dem Stadthallen-Parkplatz abstellen.

Unterdessen schlug Helmut Seidler (FFZ) vor, die Bushaltestelle in der Käsperstraße zur Parkfläche umzunutzen – eine Idee, die auf Zustimmung stieß. „Ich werde es nochmal prüfen“, griff Kerstin Gudella die Meinungsäußerungen auf. Auch will sie mit dem Nahverkehrsbetrieb bezüglich der alternativen Parknische sprechen.