Bienenzucht

Großes Summen in Ronney: Imkerei im Umweltzentrum Ronney soll in Zukunft wieder ausgebaut werden

Bienen sind fleißig und wichtig für die biologische Vielfalt. Diesen Insekten will sich das Umweltzentrum Ronney wieder mehr widmen. Zwei Bienenvölker werden derzeit dort gehalten.

Von Petra Wiese
Die Bienenzucht soll im Umweltzentrum Ronney wieder  ausgebaut werden. Karl-Heinz Milkert und Liane Voß schauen nach den Völkern.
Die Bienenzucht soll im Umweltzentrum Ronney wieder ausgebaut werden. Karl-Heinz Milkert und Liane Voß schauen nach den Völkern. Petra Wiese

Ronney - Den Bienen will man im Umweltzentrum Ronney wieder mehr Aufmerksamkeit schenken. Schon im vergangenen Jahr war Mitarbeiterin Liane Voß angemeldet, um am Imkerlehrgang teilzunehmen. Doch daraus wurde wegen Corona nichts. Nun hofft sie auf diesen September, dass sie die Imkerausbildung beginnen kann.

Alles Wissen angelesen

Derweil kennt sie sich allerdings schon ganz gut aus mit den Bienen. „Ich habe mir alles angelesen“, erzählt sie. Bevor sie im Umweltzentrum Ronney anfing, hatte sie gar nichts mit Bienen am Hut. Aber sie erklärte sich bereit, sich mit den Bienen zu befassen. Schließlich gibt es im Garten des Umweltzentrums ein Bienenhaus, wo es damals mehrere Völker gab.

Ein alter Bienenwagen ist noch im Eingangsbereich des Umweltzentrums zu sehen. Informationstafeln weisen den Weg in Richtung Bienenhaus, das nach dem Jahrhunderthochwasser auf Stelzen gesetzt wurde. Dort gibt es einiges Interessantes zu den Bienen, zur Haltung und Honiggewinnung zu entdecken. Per Kamera kann auch das Treiben der Bienen beobachtet werden, ohne ihnen zu nahe zu kommen

Wenn Liane Voß zu den Bienen geht, zieht sie die Schutzkleidung an, inklusive Helm und Schleier. Ebensolche Bekleidung gibt es auch in Kindergrößen im Umweltzentrum für Bienenprojekte mit den Jungen und Mädchen.

Imker steht als Mentor zur Seite

Solche Projekte soll es bald wieder in der Einrichtung geben. Zwei Bienenvölker sind jetzt im Garten heimisch. Die Magazinbeuten stehen ganz hinten auf der Wiese. Von hier aus fliegen die Bienen auf Raps, Linde und Sommerwiese.

Das erste Bienenvolk hat Sören Klausnitzer, der Vorsitzende des Imkervereins Zerbst und Umgebung, dem Umweltzentrum, das ebenfalls Vereinsmitglied ist, spendiert. Das zweite Volk ist ein Ableger des ersten. „Das hat sich gut entwickelt“, ist Liane Voß zufrieden. Das weiß sie auch, weil sie in ihren Bemühungen um die Bienen nicht ganz alleine dasteht. Einmal pro Woche kommt Karl-Heinz Milkert vorbei. Er gehört zum Zerbster Imkerverein und steht quasi als Mentor zur Seite. Für die Unterstützung ist man im Umweltzentrum sehr dankbar.

Der erfahrene Imker schaut mit nach den Völkern, hilft mit der Handhabung, gibt Ratschläge und Hinweise. „Wir schauen, ob alles in Ordnung, wie der Zustand ist, ob die Bienen gesund sind, ob es Schädlinge gibt“, beschreibt Liane Voß. Honig schleudern will man in Ronney in diesem Jahr nicht. Der soll als Futterreserve bleiben, damit sich das Volk in Ruhe entwickeln kann, erläutert Liane Voß.

Fünf Bienenvölker geplant

In naher Zukunft sind fünf Völker im Umweltzentrum wieder vorstellbar. Der eigene Honig soll abgefüllt werden. Die Bienen werden zum Thema für Projekte und Seminare. Mit den Kindern Wabenrähmchen zu bauen, soll zu den künftigen Angeboten gehören. Was tun die Bienen für uns, und was tun wir für die Bienen wird zum Thema der Umweltbildungseinrichtung.

Eine Biene sammelt auf einem  Löwenzahn Blütenstaub. In Ronney könnten fünf Bienenvölker künftig denkbar sein.
Eine Biene sammelt auf einem Löwenzahn Blütenstaub. In Ronney könnten fünf Bienenvölker künftig denkbar sein.
Symbolfoto: dpa