Zerbst l  Schausteller und Gastronomen sind gebucht, das Programm steht. Nur an Feinheiten ist noch zu feilen bis zum Start des Zerbster Heimat- und Schützenfestes. Mit dem traditionellen Fassbieranstich wird die Vergnügungsmeile im Schlossgarten am 26. Juli eröffnet. Unter dem Motto „...und jetzt jeht‘s los!“ dürfen sich Jung und Alt bis zum 5. August auf Bewährtes und Beliebtes sowie einige Neuerungen freuen.

„Erstmals wird es ein Ausschank-Geschäft mit Travestie-Show geben“, macht Elke Borchers neugierig. Bei der Mitarbeiterin im Büro des Bürgermeisters laufen die Organisationsfäden für das längste Volksfest Sachsen-Anhalts zusammen. „Neu in diesem Jahr sind ebenfalls die zwölf Meter hohe und 35 Meter lange Piratenrutsche und eine kleine Achterbahn“, blickt sie auf die verschiedenen Fahrgeschäfte, die den Platz füllen werden. Wieder mit dabei sind der Autoscooter, der Musikpalast, das Magic und verschiedene Kinderkarussells. Nicht fehlen darf das Riesenrad.

Gastronomen bieten Live-Musik

Am erprobten Konzept von 2018 hält Festzeltwirt Tom Hebäcker fest und empfängt die Gäste wieder im verkleinerten Festzelt mit Cocktailbar, weitläufigem Biergarten und neuer Bühne. Auf dieser spielt am Eröffnungsabend die Zerbster Band „The Artcores“. Daneben treten dort die Rocker von „Yellow Sky“ auf, während die „TB Session Band“ auch noch Bluesklassiker im Repertoire hat.

„Wir bieten an fast jedem Abend Live-Musik“, sagt Tom Hebäcker. Er bezieht da ebenfalls den Biergarten auf der Schloßfreiheit mit ein, den er gemeinsam mit Michael Ludwig betreibt und wo an einzelnen Tagen Essen angeboten wird. Dort sorgen Fassi and Friends genauso für Unterhaltung wie der Sänger und Songschreiber Mudwell, der erstmals in Zerbst zu erleben ist. Daneben erwähnt Tom Hebäcker den Kaffeeklatsch mit dem Zerbster Schlagersänger Martin Zimmermann, zu dem an beiden Sonntagnachmittagen eingeladen wird. Den Frühschoppen am 28. Juli umrahmen derweil die Original Fienerländer Musikanten.

Hüpfburg für Kinder

Zu den Höhepunkten im Veranstaltungskalender gehört der Kindertag am 31. Juli, den der Festzeltwirt in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken, der Stadtverwaltung und dem Zerbster Verkehrsverein veranstaltet. Hüpfburg und Puppentheater sowie die Mal- und Bastelstraße versprechen reichlich Spaß. Auch die Feuerwehr sitzt erneut mit im Boot und bringt ein Fahrzeug zum Erkunden und natürlich Schläuche zum Spritzen mit. Zur Stärkung gibt es für den Nachwuchs Spirelli mit Tomatensoße und rote Fassbrause. „Zwecks Planung wäre es schön, wenn Kitas und Horte anmelden, mit wie vielen Kindern sie ungefähr kommen“, bemerkt Tom Hebäcker.

An die ältere Generation wird übrigens ebenfalls gedacht. So bildet die Stadthalle am gleichen Tag die Kulisse für die Seniorenveranstaltung mit den Volksmusikstars „Die Schäfer“.

63. Reitturnier

Eingebettet in das Heimatfest ist das Reit-, Spring- und Fahrturnier, das nunmehr in seiner 63. Auflage ausgetragen wird. Dressur- und Springprüfungen sowie Geländefahrten prägen das erste Festwochenende. Unter anderem finden die Landesmeisterschaften der Vierspänner statt. Um den „Fahrsport in Zerbst“ dreht sich zudem eine Ausstellung, die bereits ab 25. Juli im Rathaus zu sehen ist.

Sportliches hält auch die Zerbster Schützengilde mit ihren Wettbewerben und Angeboten bereit – neben dem Preis- und Vogelschießen gibt es wie gewohnt eine Tombola. Nicht zu vergessen ist das Skatturnier. Am 4. August wird zu den Karten gegriffen, gereizt und gestochen.

700 Preise bei Lotterie

Wer mag, kann sein Glück bei der inzwischen 118. Pferdemarktlotterie versuchen. 700 Sach- und Geldpreise sind in den Losen versteckt. Als Hauptgewinn lockt ein Auto. Alle übrigen Preise können in der Gewinnausstellung im Ratssaal schon einmal in Augenschein genommen werden. Die öffentliche Ziehung unter notarieller Aufsicht erfolgt am 5. August.

Am Abend zuvor verspricht das Höhenfeuerwerk zum Abschluss wieder einen „Himmel voller Farben und Musik“. Am 1. August bringen sich die Pyrotechniker bereits für den ebenso traditionellen Raketenabend in Stellung. Unterdessen hoffen Schausteller und Gastronomen auf angenehme sommerliche Temperaturen, die möglichst viele Besucher auf den „Platz“ locken.