Protestwelle ebbt nicht ab „Helios muss Handeln!“:Gewerkschaft Verdi ruft erneut zu Kundgebung vor dem Zerbster Krankenhaus auf
Die Protestwelle ebbt nicht ab. Schon am 8. Oktober protestierten zahlreiche Zerbster lautstark gegen das geplante Aus der Helios-Klinik, darunter Pflegeheime, die Feuerwehren, der Stadt- und der Jugendbeirat. Nun soll erneut demonstriert werden.

Zerbst - Die vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ruft am kommenden Donnerstag um 16 Uhr erneut zu einer Kundgebung vor dem Zerbster Krankenhaus auf. Motto der Demonstration: „Helios muss handeln! Für den Erhalt des Klinikums Zerbst!“
Hintergrund sei die seitens Helios geplante Schließung des Klinikums zum 19. Dezember. Schon Anfang Oktober haben Beschäftigte und Bevölkerung bei einer Kundgebung klar gemacht, dass das Krankenhaus gebraucht wird, heißt es in einer Pressemitteilung der Gewerkschaft.
Verdi: Verantwortung liege nun bei Helios
Nachdem sich inzwischen auch die Landespolitik zum Krankenhaustandort Zerbst bekannt hat und betont, dass es versorgungsrelevant ist, müsse Helios handeln. Im Hintergrund würde seit Wochen seitens des Landkreises und der Stadt Zerbst an einer Nachfolgelösung gearbeitet, was Verdi ausdrücklich begrüßt. Die Verantwortung liege nun bei Helios, diese Bemühungen zu unterstützen und zu ermöglichen.
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„Helios ist hier klar in der Verantwortung gegenüber den Beschäftigten und der Bevölkerung, schnellstmöglich eine Nachfolgelösung für das Klinikum Zerbst zu unterstützen. Das Krankenhaus muss über den 19.12. hinaus weiterbetrieben werden, um zum einen die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung auch über Weihnachten und Neujahr zu gewährleisten“, fordert Ulrike Lorenz, zuständige Gewerkschaftssekretärin.
Helios muss Haltung noch einmal überdenken
Zum anderen müsse aus Sicht der Gewerkschaft das Klinikum im laufenden Betrieb an einen möglichen Nachfolger übergeben werden, so ihre weitere Forderung. Schon Ende vergangener Woche hatte sich der Betriebsrat des Krankenhauses in einem offenen Brief mit den gleichen Forderungen an die Fresenius-Helios Spitze gewandt.
Ringen um Weiterbetrieb - Sorge um Krankenhaus Zerbst: Helios will ab 1. Dezember keine Patienten mehr stationär aufnehmen
„Das Verdi zu einer Kundgebung vor dem Krankenhaus aufgerufen hat, hängt mit der Sorge der Belegschaft zusammen, nicht zu wissen, wie es weiter geht. Derzeit steht die Heliosgeschäftsführung noch zu ihrer Entscheidung ab 1. Dezember keine stationären Patienten mehr aufzunehmen, um die Schließung des stationären Bereichs zum 19. Dezember gewährleisten zu können. Ich habe zuletzt am Montag die Geschäftsführung gebeten, diese Haltung noch einmal zu überdenken und auch der Landrat adressierte die gleiche Bitte“, erklärte Bürgermeister Andreas Dittmann (SPD) dazu letzten Mittwoch im Stadtrat.