Reuden l „Der Urlaub beginnt ab dem Moment, wenn der Wohnwagen am Auto hängt“, beschreibt es der Reudener Sören Tetzner. Er und seine Freundin Melissa Niemann sind waschechte Wohnwagen-Fans. Bis zu fünf Mal im Jahr sind sie mit dem Koloss unterwegs. „Wir sind in einem Ford Club aktiv und schon allein deswegen viel auf der Straße“, sagt Tetzner, der seit vier Jahren stolzer Besitzer seines Wohnwagens ist. Küche, Bad, kleine Essecke, kuschliger Schlafplatz – für das junge Paar aus Reuden ist das besser als ein Hotel. „Man ist einfach viel flexibler und auch ein Stück weit freier“, nennt Sören Tetzner einige Vorteile.

Frühe Leidenschaft

„Schon als kleines Kind habe ich gern im Zelt geschlafen und war gern draußen. Das hat sich über die Jahre nicht verändert und nach dem Zelt kam halt irgendwann der Wohnwagen. Für mich einfach eine logische Konsequenz“, erklärt der 31-Jährige, wie es zur Leidenschaft Wohnwagen kam.

Eine neue Herausforderung steht dem Paar aus Reuden nun aber noch ins Haus. Demnächst bekommen sie ihr erstes Kind. „Es wird ein Mädchen“, schwärmt Bald-Mama Melissa. „Und auch dann wollen wir weiter unsere Touren mit dem Wohnwagen machen. Kinder lieben doch Urlaub an der frischen Luft. Genügend Platz haben wir jedenfalls. Der Wagen ist groß genug, dass vier Erwachsene und ein Kind darin Platz finden können“, beschreibt die 23-jährige Melissa Niemann. Dann steht ja der weiteren Familienplanung nichts mehr im Wege...

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Großer Umsatz

Übrigens, dass Urlaub mit dem Wohnwagen oder Zelt voll im Trend liegt, belegen auch die Zahlen. Eine Studie des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Institut für Fremdenverkehran der Universität München (dwif) belegt die wirtschaftliche Bedeutung von Camping- und Caravaning-Tourismus in Deutschland. Demnach bescherten Urlauber mit Reisemobil, Caravan oder Zelt der heimischen Wirtschaft 2016 einen Gesamtumsatz von 12,6 Milliarden Euro.