Zerbst l Zerbst wird voraussichtlich ein neues kleines Wohngebiet bekommen. Der Bauausschuss stimmte kürzlich für die Beschlussvorlage zum Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan „Wohnpark Adolf-Otto-Straße“.

Frank Breitkreutz und Falko Niemeck heißen die Investoren, die das Grundstück, das im Osten durch die Adolf-Otto-Straße und deren Wohnbebauung, im Süden durch die Bebauung an der Karl-Marx-Straße, im Westen durch Hof-/Gartenfläche und Garagenbebauung und im Norden durch Wohngrundstücke an der Adolf-Otto-Straße und Philipp-Müller-Straße begrenzt wird, erworben haben.

Insgesamt ist die Rede von insgesamt 3627 Quadratmetern, die dann in naher Zukunft bebaut werden sollen. Einige werden die betreffende Fläche kennen, denn hier war zu DDR-Zeiten ein Teil der ehemaligen Plasteverarbeitung Zerbst des VEB Kombinates Unitras Magdeburg untergebracht.

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„Die Fläche befindet sich in zentraler Lage von Zerbst und besitzt damit als Wohnungsbaustandort besondere Attraktivität“, schätzt das Bauamt ein und sieht hier als Ziel „die Revitalisierung einer innerstädtischen Brachfläche unter dem Aspekt Innenentwicklung vor Außenentwicklung“.

Nachfrage ist da

Die Nachfrage nach Baugrundstücken für die Errichtung von Einfamilienhäusern in der Innenstadt sei vorhanden, alternative Standorte stünden kaum zur Verfügung. Somit bietet sich das Gelände inmitten der bereits bestehenden Wohnbebauung für die Nutzung als Wohnstandort und zur Verdichtung des Gebiets an, heißt es in der Begründung.

Genau so soll das Grundstück auch genutzt werden, sagt Investor Frank Breitkreutz. „Wir planen bisher fünf Doppelhäuser, ein Teil soll verkauft und ein Teil vermietet werden. Es sollen ebenerdige Häuser werden, mit etwa 82 Quadratmetern, wo noch das Dachgeschoss ausgebaut werden kann – so ist es ein flexibler Bau, der für Paare und Familien passt. Außerdem wird auf dem je etwa 300 Quadratmeter großen Grundstück noch eine Garage plus Stellplatz und ein kleiner Garten zu finden sein“, kann er schon verraten. Verkauft wird schlüsselfertig ohne Anzahlung. Erste Anfragen gibt es bereits.

Mit dem Angebot, das damit in innerstädtischer und zentraler Lage geschaffen würde, könnten Bevölkerungsverluste verhindert sowie neue Bürger gewonnen werden, sagen die Stadtentwickler des Bauamtes.