Zerbst l Das Parkproblem auf der Zerbster Breite hat Alfred Schildt (Linke) im jüngsten Bau- und Stadtentwicklungsausschuss erneut angesprochen. Seit kurzem gilt im Bereich zwischen Mühlenbrücke und Wolfsbrücke ein absolutes Halteverbot – ausgenommen ist einzig der Lieferverkehr. Für Kunden der Geschäftsstraße, die mit dem Auto unterwegs sind, bietet damit hauptsächlich die Parkinsel in der Fahrbahnmitte eine Möglichkeit, ihren Pkw abzustellen. Mehrere Stellflächen werden dort allerdings von einigen Gewerbetreibenden selbst genutzt, die einen Dauerparkschein besitzen.

Alfred Schildt interessierte vor dem Hintergrund zum einen, wie viele Dauerparkscheine dort vergeben sind. Zum anderen, ob diese den Besitzern nicht entzogen werden könnten, so dass alle Stellflächen für Kunden zur Verfügung stehen. Einfach einziehen könnte man die Dauerparkscheine nicht, da jene bereits bezahlt sind , erklärte Bürgermeister Andreas Dittmann (SPD). Zudem gebe es für eine solche Maßnahme keinen schwerwiegenden Grund. Zugleich informierte er, dass – und da herrsche Einigkeit mit dem Ordnungsamt – diese Dauerparkscheine, wenn sie zum Jahresende ihre Gültigkeit verlieren, nicht mehr verlängert werden sollen. Alternativ könnten die Gewerbetreibenden auf den nur wenige Gehminuten entfernten Dauerparkplatz „Zur Nuthe“ ausweichen, der noch dazu günstiger sei als jener auf der Breite. Bislang werde jener aber nicht so genutzt, bemerkte der Rathauschef.

Um die Situation auf der Breite zu entschärfen, hatte Dittmann auf der Ausschusssitzung im Mai noch die Idee geäußert, das Dauerparken auf der Breite auf 18 bis 8 Uhr zu begrenzen.