Zerbst l Asynchronmotoren, robust und kostengünstig, sind in der Industrietechnik – zum Beispiel zum Antrieb von Pumpen und Ventilatoren – nicht wegzudenken. Doch gab es bisher einen entscheidenden Nachteil. Der Betrieb von Asynchronmotoren an herkömmlichen Frequenzumrichtern schädigt deren Wicklung und Lager. Dies lässt sich momentan nur durch kostenintensive Nachrüstung von teurer Filtertechnik und abgeschirmten Kabelzuleitungen verhindern. Uwe Gehlert, der zusammen mit dem Geschäftsführer der KD Elektroniksysteme GmbH Ralf Kleinodt Innovationsinhaber ist, fasste die Innovation so zusammen: „Um das Problem bei der Wurzel zu packen, haben wir den neuen Frequenzumrichter mit einer interner Potentialtrennung versehen.“

Mehrere Vorteile

Dieser hat gleich noch weitere Vorteile, die der Landrat Uwe Schulze während der Preisvergabe des Reiner-Lemoine-Innovationspreises am Dienstagabend in der Zerbster Stadthalle aufzählte. So sagte er: „Die Ausfallsicherheit von Asynchronmotoren sowie die Abwendung von schädlichen Ableitströmen und die Vermeidung von mechanischen Schädigungen stehen bei der Erfindung im Vordergrund.“

Uwe Gehlert betonte die fruchtbringende Zusammenarbeit mit der Hochschule Anhalt in Köthen. „Im Kooperationsprojekt untersucht die Hochschule die theoretischen Grundlagen und gibt Impulse für die Hardwareentwicklung bei KD in Zerbst“, erklärte er. Voraussichtlich im nächsten Jahr liegen praktische Nachweise vor. „Dann können Marketing und Vertrieb für das Produkt beginnen, dessen kostengünstige Fertigung und kundenspezifische Anpassbarkeit für den späteren Markterfolg enorm wichtig sind“, beschrieb Gehlert die nächsten Schritte.