Steckby l Die halbe Strecke zwischen Steckby und Kermen war bereits erneuert. Nun konnte in einem zweiten Bauabschnitt der Rest der Kreisstraße 1258 ertüchtigt werden. Landrat Uwe Schulze, Bürgermeister Andreas Dittmann und Vertreter der am Projekt Beteiligten griffen zur Schere, um das symbolische Band zur Verkehrsfreigabe durchzuschneiden.

Tragfähigkeit verbessert

Mit der Ertüchtigung wurde die Tragfähigkeit der Straße verbessert, um ein homogenes Fahrverhalten herbei zu führen. Die Fahrbahn wurde dabei verbreitert, vorher war ein Ausweichen entgegenkommender Fahrzeuge meist nur über den Randstreifen möglich. Die Baumaßnahme, für die die Kreisstraßenmeisterei Anhalt-Bitterfeld sowie der Landkreis Anhalt-Bitterfeld verantwortlich zeichnen, begann Mitte Juni und konnte Anfang August abgeschlossen werden. Inzwischen war also schon kräftiger Verkehr drauf, bemerkte Uwe Schulze.

Die Reif Baugesellschaft mbH & Co. KG aus Schkeuditz war die bauausführende Firma. Auf einer Länge von zirka 1500 Metern vom Ortsausgang Steckby wurde die Straße im Hocheinbau erneuert. Der alte Straßenkörper hatte eine durchschnittliche Breite von zirka 4,50 Metern. Die Asphaltstraße wurde einer Oberflächenbehandlung unterzogen und auf ganzer Länge einseitig um 1,50 Meter verbreitert, so dass die Breite nun sechs Meter beträgt.

Verbreiterung von 1,50 Metern

Die Neigungsverhältnisse des alten Straßenkörpers mit Dachprofil blieben erhalten. Das Niederschlagswasser wird über die Bankette abgeleitet. Die Verbreiterung von 1,50 Meter wurde 30 Zentimeter tief ausgekoffert und mit einer hydraulisch gebundenen Tragschicht von 30 Zentimetern aufgebaut. Diese wurde so eingebaut, dass deren Oberkante höhengleich mit der alten Deckenbefestigung abschließt. Der alte Straßenkörper und die Verbreiterung wurden mit einer bituminösen Tragschicht als Profilausgleich überbaut, um vorhandene Unebenheiten und Schwingungen auszugleichen.

Zum Schutz vor durchschlagenden Rissen über der Pressfuge zwischen alter Befestigung und neuen Verbreiterung wurde eine SAMI– Schicht – ein spezielles Gewebe mit polymermodifizierter Bitumen-emulsion – eingebaut. Darauf folgte noch eine Asphaltbinder- und Asphaltbetondeckschicht. Der Gesamtaufbau auf der alten Fahrbahn beziehungsweise auf der hydraulisch gebundenen Tragschicht beträgt im Mittel 20 Zentimeter. Während der Baumaßnahme wurde auch der vorhandene Durchlass erneuert. Das alte, defekte Durchlassrohr wurde ausgebaut und ein neues eingebaut, die alten Stirnwände durch neue ersetzt.

Der Kostenumfang der Maßnahme beträgt zirka 573.000 Euro. Die Mittel wurden aus dem ordentlichen Haushalt des Eigenbetriebes des Landkreises Anhalt-Bitterfeld, der Kreisstraßenmeisterei Anhalt-Bitterfeld, bereitgestellt.

Bedarf bis an die Kernstadt

Wieder konnte ein Stück Kreisstraße in Zerbst erneuert werden. Stück für Stück versucht der Landkreis voran zu kommen. Zerbst könne sich nicht beklagen, sagte der Landrat. Doch auch wenn jetzt die Straße zwischen Steckby und Kermen fit ist, so besteht auf der K 1258 noch weiterer Bedarf bis heran an die Kernstadt. Das schlimmste Stück wäre da noch zwischen Kermen und Leps zu machen, und auch von Leps bis Zerbst besteht dringender Bedarf. Das wäre dann ein weiterer Bauabschnitt, so Ute Petzoldt von der Kreisstraßenmeisterei Anhalt-Bitterfeld.