Serenade zu Gunsten des Schlosses

Kammerphilharmonie entführt in Zerbst auf eine klangvolle Reise nach Venedig

Coronabedingt findet die traditionelle „Serenade im Schloss“ der Kammerphilharmonie Schönebeck zum zweiten Mal in Folge im Katharina-Saal der Zerbster Stadthalle statt. Dieses Mal entführt das Orchester die Zuhörer auf eine Reise nach Italien.

Von Thomas Kirchner
Jan Michaael Horstmann, Chefdirigent der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck freut sich auf das Konzert in der Zerbster Stadthalle.
Jan Michaael Horstmann, Chefdirigent der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck freut sich auf das Konzert in der Zerbster Stadthalle. Foto: Thomas Lienßner

Zerbst - Zur diesjährigen Serenade im Schloss, die allerdings in der Stadthalle zu erleben sein wird, erwartet die Besucher wieder eine musikalische Reise, dieses Mal von Zerbst in Richtung der Lagunenstadt Venedig. Schon das Plakat zeugt von Fernweh und Romantik, schließlich ist Italien bereits seit den 1950er Jahren eines der beliebtesten Urlaubsziele der Deutschen.

„Mit Vivaldi bereisen wir Venedig, mit Mozart Neapel. Die virtuosen, lebensfrohen Werke Rossinis und Wolf-Ferraris treffen unter anderem auf die elegischen Evergreens von Verdi und Mascagni“, hat Orchester-Sprecher Mike Schmidt kürzlich bei einem Pressetermin verraten.

Klassische Musik, Romantik und ein Rück- oder Ausblick auf den Urlaub – die „Italienische Serenade“, präsentiert von der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie unter Leitung von Jan Michael Horstmann entführt die Zuschauer in das Land mit imposanten Kunstwerken, Ruinen antiker Bauwerke, verträumten Inseln, aktiven Vulkanen und einer 9200 Kilometer langen Küste mit traumhaften Stränden.

Veranstalter hoffen auf reges Interesse

„Und auch außerhalb Italiens haben immer wieder Komponisten wie Arthur Sullivan und Johann Strauß sehnsuchtsvoll gen Süden geblickt und wurden von der Sonne, dem Wein und der Liebe zum Land, wo die Zitronen blühen, inspiriert“, macht Schmidt neugierig auf das Konzertereignis.

Jana Reifarth, Vorstandsmitglied im Zerbster Schlossverein hofft auf reges Interesse der Musikliebhaber. „Zum einen erwartet die Konzertbesucher natürlich ein tolles Orchester und wundervolle Musik. Und zum anderen freuen wir uns als Förderverein natürlich auf die Spende“, sagt Reifarth.

Denn, möglich machen dieses Konzert die Gasstadtwerke Zerbst (GSZ) und die Erdgas Mittelsachsen (EMS). „Im traditionellen Zusammenspiel und mit nicht geringer finanzieller Unterstützung fließt der Reinerlös des Kartenverkaufs zu diesem Konzert, wie auch schon in den vergangenen Jahren, zu 100 Prozent an den Schlossverein“, betont EMS-Sprecher Frank Sieweck.

Sponsoren unterstützen Schlossverein finanziell

Damit wollen beide Unternehmen das Engagement und die Arbeit des Vereins zum Erhalt und zur Sanierung des ehemaligen Zerbster Residenzschlosses unterstützen. „Schöner wäre es natürlich gewesen, wenn wir das Konzert hätten im Schloss präsentieren können. Aber das Ambiente hier in der Stadthalle ist mindestens ebenso schön. Hier geht auch noch einmal ein Dank in Richtung Stadt für die unbürokratische Unterstützung“, sagt Sieweck.

Womit könnte ein Orchester schöner eine hoffentlich kulturell ereignisreichen Saison feiern als mit einer „Italienischen Serenade“ an einem Spätsommerabend, eröffnet durch die festliche Intrada zu Monteverdis Oper „L“Orfeo“, ließ Maestro Jan Michael Horstmann ausrichten, der aus Termingründen nicht an dem Termin teilnehmen konnte. „Er freut sich sehr auf das Konzert hier in Zerbst“, so der Orchester-Sprecher.

Zu hören sind unter anderem Antonio Vivaldis Concerto h-Moll, die Ouvertüre zur Operette „Die Gondolieri“ von Arthur Sullivan und Librettist William Schwenck Gilbert , Giuseppe Verdis Vorspiel zur Oper „La Traviata“, Gioacchino Rossinis Ouvertüre zur Oper „Die Italienerin in Algier“ und der Walzer „Rosen aus dem Süden“ von Johann Strauß (Sohn).

Chefdirigent Jan Michael Horstmann wird an diesem Konzertabend nicht nur sein 26-köpfiges Orchester zu Hochleistungen animieren, sondern auch als Moderator durch das musikalische Programm führen.

Eintrittskarten und Einlass

Sonnabend, 18. September: „Italienische Serenade“ mit der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie unter Leitung von Jan Michael Horstmann.

Beginn ist 19 Uhr, der Einlass beginnt ab 18.30 Uhr. Die Eintrittskarten kosten 19 Euro.

Die Tickets sind limitiert und ab Montag, 19. Juli, wochentags von 9 bis 17 Uhr in der Zerbster Tourist-Info auf dem Markt, Telefon 03923/23 51, erhältlich.

Frank Sieweck, Sprecher der Erdgas Mittelsachsen, Orchester-Sprecher Mike Schmidt der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck und Schlossverein Vorstandsmitglied Jana Reifarth (v.l.) philosophieren über das gekungene Plakat.
Frank Sieweck, Sprecher der Erdgas Mittelsachsen, Orchester-Sprecher Mike Schmidt der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck und Schlossverein Vorstandsmitglied Jana Reifarth (v.l.) philosophieren über das gekungene Plakat.
Foto: Thomas Kirchner
Logo der Zerbster Kukturzeit 2021.
Logo der Zerbster Kukturzeit 2021.
Foto: Stadt Zerbst/Anhalt