Zerbst. Am Montag gegen 11.50 Uhr bekam die Polizei den Hinweis auf einen möglichen Munitionsfund in der Nuthe im Schlossgarten. Ein Spaziergänger hatte unterhalb der steinernen Nuthe-Brücke zur Käsperstraße einen verrosteten Gegenstand entdeckt, der einer Granate ähnelte.

Die angerückte Polizei konnte den Gegenstand auch nicht eindeutig identifizieren und alarmierte den Kampfmittelbeseitigungsdienst. Die Beamten haben den Gegenstand näher unter Lupe genommen und konnten schnell Entwarnung geben. Es handele sich bei dem verrosteten Gegenstand, der von der Form einer Granate durchaus ähnelt, um alten Elektroschrott, war später von der Polizei zu erfahren.

Munitionsfunde in Zerbst

Munitionsfunde sind in Zerbst zwar seltener geworden, aber nichts Ungewöhnliches. Bei den verheerenden Angriffen kurz vor Kriegsende im April 1945 hat die Stadt einiges abbekommen. Immerhin 368 Tonnen Bomben wurden damals abgeworfen. Und noch immer besteht die Gefahr, dass im Zerbster Untergrund gefährliche Blindgänger lagern. So wurde zuletzt 2008 neben der Trinitatiskirche eine Fünf-Zentner-Bombe gefunden.

Den letzten Munitionsalarm gab es im Juni 2017 in der Jüdenstraße. Ein Anwohner der Reihenhäuser war bei kleineren Bauarbeiten im Vorgarten seines Grundstücks ebenfalls auf einen verrosteten Gegenstand gestoßen. Er vermutet eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg.

Polizei verständigen

Auch hier konnten die Spezialkräfte Entwarnung geben.Was der Anwohner ausgegraben hatte, konnte die Polizei auch in diesem Fall nicht genau sagen. „Es ist aber genau richtig, in solchen Situationen die Polizei zu verständigen“, sagte Olaf Machnik vom Kampfmittelbeseitigungsdienst damals. „Denn nur die Experten können mit Sicherheit feststellen, ob es sich tatsächlich um einen Sprengkörper handelt“, ergänzt Machnik.