Zerbst l Der Breitbandausbau, ein Thema, das seit vielen Monaten die Gemüter erhitzt, nicht nur in Zerbst, sondern in der gesamten Einheitsgemeinde – eine Steilvorlage auch für die Zerbster Jecken. „Für ‚Breites Band‘ viel Geld verbrannt, nun liegt es tot im Zerbster Sand!“, lautet dementsprechend das Motto der aktuellen Session der Zerbster Karnevalisten. Und wie immer blieb bei der Premieren-Prunksitzung am Sonnabend niemand verschont, nicht Greta Thunberg, nicht die Mutti in Berlin und auch nicht der Rathauschef.

Annette und Lutz Voßfeldt philosophierten in der Bütt über Feinstaub, Stickoxyde und Donald Trump. Natürlich hatten die Jecken in Anwesenheit von Landrat Uwe Schulze (CDU) und Bürgermeister Andreas Dittmann (SPD) beispielsweise auch den Breitbandausbau, den Verlauf des Westflügelweges im Schlossgarten, die bröckelnde Turnhalle des Francisceums in Zerbst-Nord und die steigenden Müllgebühren auf dem Schirm.

Urgestein sorgt für Stimmung

Besonders die Tanz- und Gesangseinlagen der verschiedenen Tanzgruppen und der Marktschreier brachten die Friesenhalle zum Brodeln. Letztere holten sich für ein Medley Zerbster Heimatlieder den Autor der Songs auf die Bühne. Die Marktschreier und (Jo)Achim Dähne, der am 1. Dezember seinen 85. Geburtstag feierte und selbst viele Jahre bei den Zerbster Jecken aktiv war, sorgten mit Liedern wie „Ja Zerbst ist uns’re Heimatstadt“, das Pferdebahn-Lied oder „Wer einmal in Zerbst schon war“ für reichlich Stimmung.

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Der absolute Höhepunkt war wie immer der sehnlichst erwartete Auftritt des Männerballetts. Sie erzählten die Geschichte von zwei Ossis, die zu Besuch im Orient waren und brachten mit drei Zugaben den Saal schließlich zum Kochen.