Zerbst l Mit soviel Zuspruch hatten die Mitglieder des Katharinavereins dann doch nicht gerechnet: Zur Gesprächsrunde mit Jan von Flocken, Autor einer Katharina-II.-Biographie, kamen so viele Gäste in den Faschsaal der Stadthalle, dass noch Stühle nachgestellt werden mussten.

Die Vereinsmitglieder hatten den Journalisten und Autor eingeladen, weil sich in diesem Jahr der Todestag der berühmten Zerbster Tochter zum 220. Male jährt.

Zwei Jahre Recherche

Zwei Jahre, so erfuhren die Gäste bei dem eintrittsfreien Nachmittag, schrieb der Forscher an seinem Buch. Er recherchierte in vielen Büchereien, reiste selbst nach Moskau und Leningrad, um dort seine Erkenntnisse zu vertiefen. Seine Sprachkenntnisse (Englisch, Französisch, Russisch) kamen ihm dabei zugute.

Darauf gekommen, überhaupt eine Biographie über Katharina II zu schreiben sei er über ein anderes Buch. Er schrieb „Luise. Eine Königen in Preußen“ und fand so zu Katharina. Er sagte: „Meine Beziehung zu den beiden Damen : Luise muss man lieben, Katharina verehren!“

Das Gespräch über das Buch „Katharina II. Zarin von Rußland“, das viele der Zuhörer besaßen und auch mitgebracht hatten, und über die Hintergründe seiner Entstehung faszinierte die Gäste spürbar.

Gern signierte der Autor , der insgesamt 16 Bücher veröffentlicht hat, die mitgebrachten Bücher im Anschluss. Als Dank für einen gelungenen, unterhaltsamen wie informativen Nachmittag überreichte Johanna Lüdicke im Namen des Fördervereins einen Beutel mit zahlreichen lokalen Spezialitäten, darunter auch ein Zerbster Bitterbier.