Güterglück/Walternienburg l Gut 500 Gläser haben die Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr an der Hauptstraße in Güterglück aufgestellt. Wenn der Förderverein der Feuerwehr zur Halloweenlichterparty einlädt, geht in der Hauptstraße das Licht aus. „Wir haben einen Anwohner, der die Berechtigung hat und für den Umzug die Straßenlaternen löschen kann“, sagt Christian Teubner. Der Vorsitzende der Fördervereins sieht die Party inzwischen etabliert. Vor einigen Jahren habe der Förderverein mit einer übersichtlichen Zahl von Bürger das Fest gefeiert. Inzwischen ist es im Dorf anerkannt, freut er sich. Dass die Bürger den Spuk mitmachen, wenn die Familien mit ihren Kindern durch den Ort ziehen, ist an der liebevollen Ausschmückung zu sehen. Die Anwohner beteiligen sich und stellen Kerzen in die Fenster.

Auf dem Feuerwehrhof angekommen, erwartete die Familien eine umfangreiche Versorgung. Die Güterglücker Kameraden sind vorbereitet. Die Gulaschkanone haben sie angeheizt und Essen zubereitet. Obwohl sich zunächst eine längere Warteschlange bildet, bekommt doch jeder sein Essen.

Wo sich sonst die Kameraden vor einem Einsatz die Einsatzbekleidung anziehen, wird an diesem Abend Teig geformt und auf Stöcke geflochten. Max Will und Gordon Hilbig sorgen dafür, dass die Stöcker nach und nach an der Spitze eine Teigschicht erhalten. Vor ihren Tischen hat sich eine kleine Warteschlange mit Kindern gebildet. Die Mädchen und Jungen wollen Stockbrot auf den offenen Feuern in den Feuerschalen zubereiten. Der örtliche Bäcker hat der Feuerwehr dafür einige Kilogramm Teig zubereitet, den die Feuerwehrleute nun portionieren und befestigen. Anschließend müssen die Kinder die Teigschlange nur noch den warmen Strahlen des Feuers aussetzen und dann das fertige Gebäck essen. Die Feuerschalen sorgen dafür, dass die Besucher die Kälte an dem Abend wenig spüren, sondern von der Glut gewärmt werden.

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Schaurige Begrüßung

Warm ist den Besuchern der Halloweenparty in Walternienburg auch, selbst wenn sie ein knappes Kostüm tragen. Schon die Begrüßung ist Teil des Programms. Eine junge Frau in blutgetränkter OP-Kleidung empfängt die Besucher zum schaurig schönes Abend an der Elbe. Die Mitglieder der Abteilung Pferdesport des örtlichen Sportvereins haben sich die Party ausgedacht, sagt Abteilungsleiter Martin Platte. Auch wenn dem Pferdesport in Walternienburg organisiert nur zehn Mitglieder nachgehen, habe die kleine Abteilung den Wunsch, mal was anderes zu machen, erzählt er. Am Vorabend des Reformationsabends wollten die erstmals ihre Halloweenparty feiern. Auf eine dreistellige Besucherzahl hofften die Veranstalter dabei.

Nach und nach trudelten die Einwohner in den unterschiedlichsten Kostümen ein. Die Arbeit in die Verkleidung sei lohnenswert, sagt er. Denn das beste Kostüm erhält an dem Abend einen Preis. Eine Jury schaut sich dazu unter den Besuchern um.

Für die Party haben die Organisatoren zudem die ehemalige Kneipe in der Hauptstraße reanimiert. Das seit Jahren leerstehende Gebäude wurde entsprechend geputzt und dekoriert. Ein kleiner Ofen spendete im Saal die Wärme. Auf die Besucher wartete am späteren Abend ein organisiertes Programm. Die Kostüme zeigten den Veranstaltern, dass die Besucher das Motto verstanden hatten. Die Kostüme zu Halloween sollen vor allem schaurig sein. Zum Karneval, verriet ein Paar, betreibe es bei der Kostümwahl einen großen Aufwand. Dort sehen die Kostüme aber immer freundlich aus. Zu Halloween könnten die Bürger mal eine andere Seite von sich zeigen und ihre Mitmenschen im Ort auf ihre Weise richtig erschrecken.