Eichholz l Das Dach der Eichholzer Kirche verschwindet Stück für Stück. Die Baustelle ist eingerichtet. Ein Bauzaun verwehrt den Zugang. Es ist sichtbar, dass sich hier etwas tut. Im ersten Bauabschnitt war äußerlich noch keine Veränderung an der Kirche festzustellen. Der war Ende März fertig gestellt worden.

Anbau abgerissen

Mit dem Abriss des Daches über dem Ostteil hat nun der zweite Bauabschnitt der Sanierung der Eichholzer Kirche begonnen. Unter Leitung von Bauingenieur Steffen Götz setzen die Mitarbeiter des Walternienburger Baubetriebs André Weferling die Arbeiten an der romanischen Feldsteinkirche fort. Bevor aber Neues entstehen kann, wird zunächst der baufällige Teil der Kirche rückgebaut. Mit dem Dach wird dann auch der alte Anbau des Altarraumes – hinter der neuen Apsis, die während des ersten Bauabschnittes hoch gemauert wurde – abgerissen.

Auch im Inneren der kleinen Kirche wird entfernt, was zukünftig keine Verwendung finden wird. Zum Beispiel die Empore. Bei deren Abriss kam eine bis dahin unbekannte Pforte in der Westwand zum Vorschein. Die Mitglieder des Gemeindekirchenrates verfolgen den Baufortschritt und freuen sich immer über Neuigkeiten aus der Vergangenheit. Bereits im ersten Bauabschnitt waren ja zwei Grüfte im Inneren der Kirche freigelegt worden. Der neue Fund verstärkt die Vermutung, dass das Kirchenschiff ursprünglich ohne Turm errichtet worden war.

Bilder

Auch für einen barrierefreien Zugang zur Kirche will man künftig sorgen. Da bietet sich eine kleine Tür im Süden an, durch die früher die Lepser in die Kirche gelangten. „Die von außen gut sichtbare derzeit verschlossene Pforte in der Südwand kann dann künftig barrierefrei genutzt werden,“ verweist Maren Gabriel auf ein weiteres Detail der Planung. „Unsere Kirche ist seit Jahren durchgängig geöffnet und soll noch besser erfahrbar werden,“ so die Gemeindekirchenratsvorsitzende.

Wenn beim Bau weiter alles nach Plan läuft, soll der neue Dachstuhl bereits im August gerichtet werden. Auch wenn dann nicht alles perfekt sein wird, ist geplant, spätestens Weihnachten den Gottesdienstraum wieder zu nutzen, kündigte Pfarrer Albrecht Lindemann an.

Spenden und Zuweisungen

Die laufenden Arbeiten werden durch Mittel der Stiftung zum Erhalt kirchlicher Baudenkmale und der Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt, Förderung des Landes Sachsen-Anhalt, des Landkreises Anhalt-Bitterfeld, der Ortschaft Eichholz-Leps sowie durch eine Vielzahl von Spenden und landeskirchliche Zuweisungen finanziert. Für den abschließenden dritten Bauabschnitt werden derzeit Förderanträge gestellt. Zur Bereitstellung der notwendigen Eigenmittel sind die Eichholzer auf weitere Unterstützung angewiesen.