Eichholz l Wieder hat sich ein Teil im Puzzle Sanierung der Eichholzer Kirche gefunden. Eine Kniebank soll die Ausstattung der Kirche ergänzen. Die hat es bisher allerdings in Eichholz nicht gegeben. Sie wird also neu sein, aber eigentlich schon ganz alt, denn sie stammt aus dem Holz des alten Dachstuhles.

800 Jahre alt

Im Winter 1178/79 war die Eiche gefällt worden, um Holz für den Dachstuhl der Eichholzer Kirche zu gewinnen. Nach über 800 Jahren am gleichen Ort wurde nun ein Stück dieses Gebälks nach Düsseldorf gebracht. Dort hat der renommierte Bildhauer Till Hausmann seine Werkstatt. Dieser nahm sich des alten Eichholzer Holzes an.

Die Kniebank ist ein Prototyp in der Entwurfsphase. Die Kniebank, die etwa 1,20 Meter breit ist, soll bei Konfirmationen und natürlich für Hochzeiten genutzt werden. Es folgen im dritten Bauabschnitt der Kirchensanierung Altar, Osterleuchter und Lesepult. Für die Prinzipalien gibt es ein gesondertes Konzept.

In den Entwürfen kommt zum alten Holz frisch geschlagenes hinzu.

Tradition, Gegenwart und Zukunft

In der Eichholzer Kirche soll auf diese Weise die Zusammengehörigkeit von Tradition, Gegenwart und Zukunft sichtbar und greifbar gemacht werden.

Der zweite Bauabschnitt der Sanierung der Eichholzer Kirche steht nun kurz vor dem Abschluss. Dachklempnerarbeiten und der Innenanstrich stehen noch an, informierte Pfarrer Albrecht Lindemann. Die Innenausstattung wird dann im dritten Bauabschnitt beauftragt und ausgeführt werden.

Derweil sind auch die großen Glaskunstfenster, die als Lichtsäulen die Apsis quasi einrahmen, in Arbeit. Die sollen dem Objekt noch das gewisse Etwas verleihen. Die hat der berühmte Glaskünstler Johannes Schreiter entworfen. Morgen sollen diese in der Werkstatt der Derix Glasstudios in Taunusstein provisorisch in voller Größe aufgebaut und begutachtet werden. Danach erfolgen gegebenenfalls letzte Korrekturen und das Verbleien. Die Fenster sind also kurz vor der Fertigstellung und bald in Eichholz zum Einbau zu erwarten.

Die Glaskunstfenster in der Eichholzer Kirche gehören zum Projekt „Lichtungen“, bei dem mit zeitgenössische Glaskunst die Attraktivität der Kirchen erhöht werden soll, um diese auch für Touristen interessant zu machen.