Eichholz l Ostern wurde Gottesdienst in der Eichholzer Kirche gefeiert. Mit einem neuen Kreuz aus altem Eichenholz, aber auf dem alten Fußboden. Der ist nun raus. Ein neuer Fußboden soll rein. Eine kleine zusätzliche Maßnahme, die jetzt noch in den Rahmen der Kirchensanierung eingefügt wurde.

Einheitliche Erneuerung

In den 80er, 90er Jahren war ein erhöhter Fußboden in die Kirche gekommen, erklärt Pfarrer Albrecht Lindemann die Hintergründe. Die Turmtür ging nicht richtig auf, an der Stelle war schon etwas abgetragen worden. Mit der neuen Apsis wäre sowieso ein Anpassung nötig gewesen. Es gab also verschiedene unterschiedliche Höhen und Flickstellen, beispielsweise auch unter der Orgel. Da wollte man die Gelegenheit nutzen, um gleich alles einheitlich zu erneuern – in Abstimmung mit der Denkmalpflege versteht sich.

Um Kosten zu sparen, war Eigenleistung gefragt. Die Eichholzer wurden aufgerufen, mitzuhelfen. Und wie das in Eichholz so ist, fanden sich um die 15 Freiwillige. Innerhalb von vier Tagen wurde der gesamte Fußboden der Kirche herausgerissen. Das aufgebrochene und aufgestemmte Material wurde auf Schubkarren geschaufelt und nach draußen in Container befördert. Meter für Meter, Karre für Karre, bis der Raum am Ende quasi besenrein war.

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Geschliffener Gußasphaltstrich?

Die Entscheidung über den neuen Fußboden ist derweil noch nicht gefallen. Hier wird es in der kommenden Woche einen Vor-Ort-Termin in Magdeburg geben. Hier wollen sich die Projektbeteiligten anschauen, wie geschliffener Gußasphaltstrich aussieht.

Gutes Material, ein terrazzoähnliches Aussehen, pflegeleicht, stabil, beschreibt es Pfarrer Lindemann. Außerdem soll der Fußboden kein Wasser von unten durchlassen, aber auch nicht so kalt wie Stein sein. In unserer Region noch nicht so verbreitet, gibt es in Westdeutschland doch schon einige Beispiele, auch in Kirchen.

Nächstes Ziel ist nun, so schnell wie möglich den Fußboden in die Kirche zu bekommen. Denn der Gottesdienst soll nicht auf Beton, sondern auf der neuen Estrichoberfläche gefeiert werden.