Zerbst l Schon als kleiner Junge war Steffen Klimmt fasziniert von der Klangvielfalt der Orgel. „Ich stellte mir vor, dass ein ganzes Orchester im Inneren sitzen würde“, erklärt der junge Mann lächelnd. Inzwischen weiß er, dass hunderte, mitunter sogar tausende Pfeifen für die zauberhaften Töne verantwortlich sind. Und der 29-Jährige weiß, wie er selbst der Königin der Instrumente all ihre wunderbaren Klangfarben entlocken kann.

„2009 habe ich mit dem Orgelunterricht begonnen“, erinnert sich Steffen Klimmt. Zu der Zeit beherrschte er bereits die Trompete, mit der er im Posaunenchor spielte. Der Griff in die Tastatur der Orgel jedoch führte ihn zur Kirchenmusik. „Ich absolvierte damals ein Praktikum beim Kantor“, schildert der 29-Jährige. Nach dem Abitur besuchte er dann das kirchenmusikalische Seminar in Halberstadt. „Dort konnte man alles ausprobieren und vorfühlen, ob der Beruf des Kantors was für einen ist“, sagt Steffen Klimmt.

Erste Stelle nach dem Studium

Für ihn war die Entscheidung rasch klar. So studierte der gebürtige Schmalkaldener in Halle an der Saale Kirchenmusik. In seinem letzten Jahr an der Hochschule konnte er bereits dank einer Vakanzvertretung in Magdeburg Praxiserfahrungen sammeln, die er nun in Zerbst nutzen möchte – bei seiner ersten Stelle als Kantor.

Nach vielen Jahren besitzt die Parochie Sankt Nicolai und Sankt Trinitatis mit Steffen Klimmt wieder einen eigenen Kirchenmusiker. Neben der Begleitung von Gottesdiensten in den einzelnen dazugehörigen Gemeinden und der Leitung des Singekreises hat er das Klassenmusizieren in der evangelischen Bartholomäischule in Zerbst übernommen. Dritt- und Viertklässlern lernen bei ihm, ein Blasinstrument zu spielen. Auch Orgelkonzerte gehören zum abwechslungsreichen Alltag des 29-Jährigen, der in naher Zukunft gern einen Kinder- oder Jugendchor aus der Taufe heben würde.