Zerbst l „Nach 15 Jahren musste die Villa Kunterbunt abgerissen werden“, berichten die Eltern der Kita-Kinder des Freien Kindergartens Zerbst. Das Spielhaus Villa Kunterbunt war der liebste Ort der Kinder auf dem Hof. Doch der TÜV sperrte es aus Sicherheitsbedenken. Baumhaus mit Turm und Brücke Natürlich soll der Spielplatz jetzt nicht leer bleiben. Eine neue Villa soll her. Aber soll es wirklich wieder ein Haus werden? „Wir haben die Kinder gefragt, sie malen und basteln lassen. Und die Top drei Wünsche kristallisierten sich ganz klar heraus: Ein Baumhaus soll es werden, einen Turm soll es haben und eine Brücke“, sagt Christina Dammann, die dem Vorstand der Freien Kita angehört.  

Mit den Wünschen der Kinder im Gepäck bildete sich eine Projektgruppe aus Vorstandmitgliedern, weiteren engagierten Eltern und einigen Erziehern. Diese suchte sich dann einen Fachmann, der dann nach den Wünschen ein Modell entwarf, dass dann auch sicher vom TÜV abgenommen werden würde. Nur ein winziges Problem gibt es noch: Das liebe Geld. 

12.000 Euro wird der Bau des Baumhaus-Turm-Brückengebäudes kosten. „Das können wir nicht einfach mal so mit ein paar Spenden und Eigeninitiative stemmen“, sagt Christina Dammann.  Daher beschreiten die jungen Zerbster Eltern jetzt neue, moderne, digitale Wege. Sie setzen auf Crowdfunding auf der größten deutschen Plattform dafür www.StartNext.de. Projekt online vorstellen Dabei wird das Projekt online vorgestellt und Leute, die sich dafür begeistern wollen oder helfen wollen, dass es umgesetzt wird, können spenden, so viel sie wollen.

Über den großen möglichen Verbreitungsradius kann man dann hoffen, dass auch viele kleine Spenden dann zum Ziel führen. Spender erhalten auch ein kleines oder auch größeres Dankeschön.  „Uns ist klar, das es ein Alles oder-Nichts-Prinzip ist“, sagt Christina Dammann weiter. Denn wenn die angegebene Summe, das Spendenziel, nicht erreicht wird, dann gehen alle Spenden zurück an die Unterstützer.  „Aber wir wollen es gerne versuchen. Wir haben viel Zeit und Herzblut in die Seite und in den kleinen Film gesteckt, die das Projekt und unser Anliegen sehr schön zeigen und erklären. Und auch eine Facebookseite, die das ganze bewirbt und verbreiten soll, gibt es. Ab Montag auch mit täglichen Posts zum Kindergartenleben“, erklärt sie.

Am kommenden Montag startet nämlich die Aktion und wird 30 Tage lang laufen. In diesem Zeitraum kann dann Geld gespendet werden. Gelingt es dem Kindergarten nicht in diesem Zeitraum auf 12.000 Euro zu kommen, wäre der Traum vom neuen Baumhaus vorerst geplatzt und ein Bau eines solchen Spielgerätes würde sich dann noch weit in die Länge ziehen.  „Daher hoffen wir auf viele Interessierte, die vielleicht auch ein paar Euro für das Projekt spenden. Denn wenn viele dabei sind, wird es ganz sicher was“, ist Christina Dammann optimistisch.  Immerhin: Die Facebookseite hat bereits 70 Freunde und der Film des Projektes wurde schon 940 mal angeschaut.