Straßenausbau

Komplettausbau rückt immer näher: Die Lange Straße in Bornum soll nun endlich erneuert werden

Der Ausbau der Lange Straße in Bornum rückt auf den Plan. Die Kosten für den Komplettausbau sollen in den Haushalt 2022 verankert werden.

 Der Ausbau der Lange Straße ist nun in Sichtweite.
Der Ausbau der Lange Straße ist nun in Sichtweite. Foto: Petra Wiese

Bornum - Es gibt nur eine Straße in Bornum – die Lange Straße. Sie führt durch das ganze Dorf, mündet in die landwirtschaftlich ausgebauten Weg nach Bone, Mühlsdorf und Kleinleitzkau. Der Zustand der Straße wird seit Jahren bemängelt. Dass der Regenwasserkanal immense Schäden aufweist, wurde bei einer Befahrung festgestellt. Er muss dringend erneuert werden. So steht das Gesamtprojekt Lange Straße schon lange im Raum. Die verschiedensten Varianten, um hier Abhilfe zu schaffen, wurden erarbeitet. 

Inzwischen hat es die positive Entwicklung gegeben, dass die Straßenausbaubeiträge weggefallen sind. Jetzt könne die Maßnahme erfolgen, ohne die Anlieger zu belasten, freute sich Ortsbürgermeister Mario Rudolf. Dennoch müssen die finanziellen Möglichkeiten abgewogen werden. Der Neubau des Regenwasserkanals und die Reparatur der Straße wurden in Erwägung gezogen (365.000 Euro). Beides nur zu reparieren, stand ebenfalls zur Diskussion (324.000 Euro).

Etwa 800.000 Euro für Komplettneubau

Ein Komplettneubau – neuer Regenwasserkanal und Straße mit Asphaltdecke – kommt nun mit geschätzten 801.000 Euro daher. Allerdings wären hier 65 Prozent über die Dorferneuerung förderfähig, was bedeutet, dass die Stadt nur Eigenmittel in Höhe von rund 280.350 Euro aufbringen müsste, machte die Leiterin des Bau- und Liegenschaftsamtes der Stadt Zerbst, Heike Krüger, im Bornumer Ortschaftsrat am Montagabend deutlich. Womöglich könnten weitere zehn Prozent Fördermittel akquiriert werden.  Wir würden gerne die Maßnahme mit 801.000 Euro planen, meinte Heike Krüger. Für den Ausbau der gesamten Straße in alle Richtungen hat sich der Bornumer Ortschaftsrat noch einmal ausgesprochen. „Wir hoffen, dass der Stadtrat dem auch positiv gegenüber steht“, so Mario Rudolf. Im Haushalt waren seit Jahren Mittel für diese Maßnahme eingestellt. Vor acht, neun Jahren gab es die erste Kostenschätzung, auf deren Grundlage der Posten im Haushalt verankert wurde, erinnerte Mario Rudolf. Mit der Steigerung habe sich natürlich niemand beschäftigt. Nun liegt also die neue Kostenschätzung vor, wobei Heike Krüger noch recherchieren wollte, ob tatsächlich die komplette Straße eingerechnet wurde. Womöglich müsste weiter nach oben korrigiert werden. Auf jeden Fall müssen zunächst die Kosten im Haushalt verankert werden, damit ein Planungsbüro beauftragt werden kann. Sollte sich keine Lösung für den 22-er Haushalt finden, diese Kostendifferenz zu den bislang eingestellten Mitteln auszugleichen, müsste die Maßnahme vielleicht noch einmal verschoben werden. „Wir hoffen, dass die Straße in den Haushalt 2022 rein kommt“, so Mario Rudolf.