Zerbst l Prall gefüllt mit 42 Veranstaltungen und sechs Ausstellungen präsentieren sich die 55. Zerbster Kulturfesttage. Vom 21. Februar bis 22. März sorgen Vereine und Institutionen sowie Einzelkünstler und Ensembles wieder für ein äußerst vielfältiges Programm, bei dem für jeden Geschmack etwas dabei sein dürfte.

„Lohnenswert ist alles“, betont Kulturamtsleiterin Antje Rohm. Bei ihr in der Stadtverwaltung laufen die Organisationsfäden zusammen für die traditionellen Kulturwochen, die mit der Vernissage zur Personalausstellung im Museum eingeläutet werden. „Diese wird Hans-Joachim Prager aus unser Partnerstadt Nürtingen gestalten“, erzählt Antje Rohm von dem gebürtigen Dessauer, der sich mit der Bauhaus-Philosophie verbunden fühlt. Unter dem Titel „Freiheit in Form und Farbe“ wird er einen Querschitt seines künstlerischen Schaffens zeigen.

Musikalische Leckerbissen

Einen Tag später findet in der Aula des Francisceums die offizielle Eröffnung der Kulturfesttage mit der Festansprache des Bürgermeisters und einer „Musikalischen Reise durch fremde Länder und Kulturen“ statt, auf die das Trio „Nine O’Clock“ die Gäste entführen will. Neben dem Auftritt der Mitglieder der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck weist Antje Rohm auf einen weiteren „musikalischen Leckerbissen“ hin und zwar auf das Konzert des Vokalensembles der Kaiserlichen Feodorowski-Kathedrale aus Puschkin/St. Petersburg, der russischen Partnerstadt von Zerbst. Auch die friesische ist wieder mit dem Künstlerforum Jever vertreten, das Werke unter dem Thema „Lust auf Rot“ ausstellt.

Als „reizvolle Veranstaltung“ bezeichnet Antje Rohm den unterhaltsamen Abend um das Theaterstück „Zaza“ von Manfred Bieler (1934 bis 2002), das zu seinen Lebzeiten nur zweimal aufgeführt wurde. Unter Leitung von Professor Dr. Hans-Rüdiger Schwab haben sich die Mitglieder des Vereins der Essenzen-Fabrik und der Theatergruppe des Francisceums dem Stück des Zerbster Autors angenommen. Verbunden durch seine Moderation werden sie die temporeich bearbeiteten, teils gespielten, teils gelesenen Szenen, in denen ebenfalls Gesangseinlagen enthalten sind, auf die Bühne bringen.

Nicht zuletzt weist die Kulturamtsleiterin auf die erstmalige Präsentation eines Lesebüchleins hin, das reich bebildert in 120 Jahre Zerbster Fußballgeschichte eintauchen lässt. Das Programm kann im Internet unter www.stadt-zerbst.de eingesehen werden.