Zerbster Kulturzeit 2021

Künstler und Vereine laden bis zum Herbst in Zerbst zu Ausstellungen und Veranstaltungen ein

Im Zerbster Museum und in den Fluren des Rathauses laufen derzeit gleich mehrere Ausstellungen. Hintergrund ist die Zerbster Kulturzeit, die noch bis in den Herbst hinein auch zu Konzerten und anderen Veranstaltungen einlädt.

Von Thomas Kirchner
Die Künstlerin Sabina Sternberg (links) erläuterte den Interessierten Besuchern ihre Werke und hat selbstverständlich auch Fragen beantwortet.
Die Künstlerin Sabina Sternberg (links) erläuterte den Interessierten Besuchern ihre Werke und hat selbstverständlich auch Fragen beantwortet. Fotos: Thomas Kirchner
Etwas mehr als 20 Interessierte haben am Sonntag die Vernissage zur Kabinettausstellung „Im Wandel“ im Zerbster Mueseum besucht.
Etwas mehr als 20 Interessierte haben am Sonntag die Vernissage zur Kabinettausstellung „Im Wandel“ im Zerbster Mueseum besucht.
Foto: Thomas Kirchner
Logo Zerbster Kukturzeit 2021
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Foto: Stadt Zerbst/Anhalt

Zerbst - Innerhalb von nur wenigen Tagen ist am Sonntag mit einer Vernissage die immerhin dritte Ausstellung im Zerbster Museum am Weinberg eröffnet worden. Die Ausstellungen sind ein wesentlicher Teil der „Zerbster Kulturzeit 2021“, die in diesem Jahr als Ersatz für die traditionellen Kulturfesttage ins Leben gerufen wurde. Die Kulturfesttage finden immer im Februar und März statt, mussten aber coronabedingt abgesagt werden. Bereits 2020 mussten Festtage vorzeitig abgebrochen werden, da sich das Coronavirus immer schneller verbreitet hatte.

Zur Eröffnung der Kabinettausstellung „Im Wandel“ – Kunst in Ton mit Werken von Sabina Sternberg hatten sich am Sonntagnachmittag knapp 30 Kunstfreunde im Museum eingefunden. „Keramik, Porzellan, Ton – Materialien, die in unseren Haushalten nicht mehr wegzudenken sind. Doch nicht die Tisch- und Esskultur soll heute in den Blick gerückt werden, sondern die Kunst in Ton“, sagte Bürgermeister Andreas Dittmann (SPD).

Der Rathauschef zitierte die Künstlerin, die einmal von sich sagte: „Ich empfinde, mit Ton zu arbeiten, ist vergleichbar mit dem Leben. Man glaubt die Sache im Griff zu haben, aber der Ton gibt das Tempo vor. Wir müssen geduldig sein, den richtigen Zeitpunkt finden, um die Idee ausformen zu können.“

Ohne das Spielen keine Kreativität

Jakob Wolters, ein Freund der Künstlerin sagte in seiner Laudatio über Sabina Sternberg: „Der Mensch ist ein spielendes Wesen, Homo ludens. Spielen ist unglaublich wichtig für Menschen. Es ist die Basis kindlichen Lernens, ist Bedingung für das Entstehen und die Entwicklung von Kultur. Spielen hilft Groß und Klein beim Umgang mit sich ändernden Umständen. Spielen macht Spaß, ohne Spielen keine Kreativität, kein Wandel. Sabina ist ein Mensch, der das Leben als spielender Mensch verinnerlicht hat.“

Die Künstlerin selbst findet ihre Inspiration in der Natur oder in ganz banalen Alltagssituationen. „Es kommt schon vor, dass ich meinen Mann so ganz spontan bitte anzuhalten, weil ich im Vorbeifahren etwas erspäht haben, was ich mir gut auf meinen Kunstobjekten vorstellen kann. Ich mache dann Fotos und sehe später, wohin das Haus, der Baum oder was auch immer, passen könnte“, erklärt sie.

Konzert, Work-Shop und Sommerfest

Neben den Ausstellungen (Infokasten) sind unter anderem auch Konzerte geplant. So lädt der Gospelchor anlässlich seines 21-jährigen Bestehens am 17. Juli zu einem Konzert in die Sommerkirche von St. Bartholomäi ein. Gemeinsam mit Clemens Hoffmann (Saxophon), Anne Damköhler (Cello) und weiteren Instrumentalisten wird der Chor neben bekannten Chorsätzen auch neue Stücke zu Gehör bringen. Die Leitung hat Tobias Eger, der vor 21 Jahren das Ensemble gründete. Das Konzert beginnt um 17 Uhr. Karten gibt es zum Preis von acht Euro ab 16 Uhr an der Tageskasse. Kinder und Schüler haben freien Eintritt.

Weitere Veranstaltungen im Rahmen der „Zerbster Kulturzeit 2021“ planen bereits die Zerbster Kulturaktion, der Zerbster Heimatverein, das Gymnasium Francisceum, die Stadtbibliothek und das Museum der Stadt Zerbst. So lädt beispielsweise die Essenzen-Fabrik am 17. und 18. Juli zu einem Trommel-Workshop mit Falk Röske und am 11. September zu einem Sommerfest mit der Max Band ein.