Zerbst l „Das hat schon immer dort gestanden“, berichtet Klaus Haberland. Er zeigt auf das blaue Schild direkt neben der Zufahrt zur Jet-Tankstelle am Zerbster Heidetorplatz, wo er als Hausmeister tätig ist. Schmunzelnd macht er auf ein Kuriosum aufmerksam. Denn schräg vor dem Hinweisschild, das angibt, wo sich Absperrventile für das Wasserleitungsnetz befinden, steht ein weiteres. Der einzige Unterschied ist, dass jenes nicht allein an dem silbernen Pfosten befestigt ist, sondern ebenfalls noch ein rot umrahmtes Hydrantenschild.

Nachvollziehen kann Klaus Haberland die doppelte Markierung nicht. Zwar war das alte Schild von der Hecke zugewachsen, wie er erzählt. Seiner Meinung nach hätte man es aber leicht finden können, anstatt ein neues zu errichten. Zumal das Ganze einiges an Geld gekostet habe. Haberland nennt die unbestätigte Summe von 3000 Euro. Diese Summe wurde jedoch von Alexaner Schuppan widerlegt. Die Kosten seien weit unter 3000 Euro. Wie der Leiter Dispatching und Technische Controlling bei der Heidewasser GmbH ausführte, erfolgten diese Wartungs- und Erneuerungsarbeiten im Rahmen der Instandhaltungsleistungen, für die es ein Jahresbudget gibt. „In der Regel liegen diese Kosten bei 150 bis 200 Euro. Die Wiederverwertung der demontierten Materialien ist dabei nicht berücksichtigt“, erläuterte er hinsichtlich der kursierenden hohen Kostensumme.

Ausschilderung wird abgemacht

Auf die entstandenen Kosten geht Alexander Schuppan auf Volksstimme-Nachfrage allerdings nicht ein. Er ist Leiter Dispatching und Technisches Controlling bei der Heidewasser GmbH. „Die Beschilderung unserer erdverlegten technischen Anlagen hat so zu erfolgen, dass die Auffindbarkeit und somit Erkennbarkeit jederzeit möglich ist“, erläutert er. Genau das sei hier am Heidetorplatz nicht mehr der Fall gewesen. „Die alte Ausschilderung war so stark zugewachsen, so dass der Pfahl an anderer Stelle, neu gesetzt werden musste“, begründet er. Nachdem die Hecke mittlerweile ordentlich gestutzt worden sei, werde die alte Ausschilderung nun fachgerecht demontiert, so Alexander Schuppan. Nicht unerwähnt lässt er, dass ein Groß- teil der ausgebauten Materialien, sofern diese nicht verschlissen sind, wieder verwendet werden