Zerbst l Andreas Leutloff sitzt mit seiner Kollegin Susanne Templin im Beratungsmobil des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Sachsen-Anhalts. Dieses hielt gestern Vormittag neben der Apotheke auf der Alten Brücke an. „Wir informieren und beraten unabhängig und kostenfrei zu vielen Themen rund um Augenerkrankungen“, sagt Berater Andreas Leutloff.

Viele Betroffene stehen anfangs der neuen Situation ziemlich hilflos gegenüber. Plötzlich würde sich das ganze Leben verändern. „Die Betroffenen sehen sich meist mit ganz neuen Herausforderungen konfrontiert“, so Leutloff. Da sei es von Vorteil, wenn man weiß wo man Hilfe bekommt.

Praktische Tipps

Die Berater des Mobils geben da ganz praktische Tipps und erläutern grundlegende Fragen zur Augenerkrankungen, geben Empfehlungen zu Sehhilfen und anderen Hilfsmitteln, erklären rechtliche und finanzielle Ansprüche, sagen wo und wie man diese beantragen kann.

Helga Jantzen hat lange Zeit im Krankenhaus gelegen, kam nach Hause und fühlte sich alleingelassen mit der neuen Situation. „Seit etwa zwei Jahren bin ich jetzt blind und habe beispielsweise noch große Probleme mit der Bedienung des Herdes“, sagt die Seniorin.

Sie sei gekommen, um sich von den Mitarbeitern beraten zu lassen. Es gehe um die Beantragung des Blindengeldes oder um Anlaufstellen wo sie Hilfe und Unterstützung bekommt.

Wunsch nach Austausch

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Beratung sei der Wunsch vieler Betroffener sich mit Anderen auszutauschen. „Hier können wir Kontakte zu Selbsthilfegruppen, Behindertenbeiräten oder anderen Organisationen und Vereinen herstellen“, erklärt Leutloff.

Rat und Hilfe finden Betroffene auch in der Blickpunkt-Auge-Beratungsstelle an der Dessauer Parkstraße 5, Telefon 03 40/2 30 10 66, E-Mail a.nehring@blickpunkt-auge.de. Ansprechparnerin ist Angela Nehring.