Zerbst l Nach dem Ende der Weihnachtsausstellung bereitet sich das Stadtmuseum auf die Kulturfesttage vor. Zum 54. Mal können die Einwohner ihre Kunstwerke in den Kreuzgängen ausstellen und einer breiten Öffentlichkeit zeigen. Das Museum nimmt die Werke der Hobbykünstler in der Zeit vom 21. Januar bis zum 1. Februar entgegen. In den vergangenen Jahren hat die Resonanz in der Bevölkerung zugenommen, teilte die Stadt kürzlich mit. Deshalb wurde die Zahl der möglichen Bilder pro Person auf drei beschränkt. Auch die Größe der Bilder ist inzwischen auf die Maße 50 mal 70 Zentimeter begrenzt. Sollten Bürger größere Werke einreichen und ausstellen wollen, müssen sie zuvor Rücksprache mit der Museumsleitung halten. Ebenso sollen die Bürger keine Bilder oder Kunstwerke einreichen, die in den vergangenen fünf Jahren bereits zu sehen waren. In der Zeit vom 8. Februar bis zum 10. März sind die Werke dann in den Kreuzgängen zu sehen. Das Museum rechnet mit einem großen Besucherinteresse während der Zeit, sagt Mitarbeiter Paul Globig.

Reich an Geschichte

Aktuell sind die Mitarbeiter im Museum darüber im Gespräch, was es danach im Haus zu sehen geben soll. Zerbst sowie das Zerbster Umland sind reich an Geschichte und auch an archäologischen Funden. Ein Blick zurück in die weitere Vergangenheit wäre lohnenswert, sagt der ausgebildete Archäologe.

Denkbar wäre zum Beispiel eine Reise zurück in die Bronzezeit. Das Thema ist im benachbarten Salzlandkreis ein großes Thema, schon allein wegen des Ringheiligtums bei Pömmelte. In dem dichten Urwald, der das Elbtal säumte, bildete das Ringheiligtum eine Lichtung. Die Menschen siedelten neben der Anlage und nutzten sie für kulturelle Handlungen. Nicht erst durch das Ringheiligtum, sondern vor allem durch die in Sachsen-Anhalt gefundene Himmelsscheibe von Nebra ist die Bronzezeit in den Fokus der Archäologen gerückt. Inzwischen wird immer klarer, dass die damals lebenden Menschen viel mehr über die Natur und das Leben verstanden haben mussten, als ihnen noch vor Jahrzehnten zugetraut wurde. Die Elbe ist dabei ein Siedlungsgebiet seit vielen Jahrtausenden. Auch wenn der Fluss mal mehr oder weniger Wasser führt, hatte er neben der konstanten Wasserversorgung noch eine andere Funktion. Auf dem Wasser konnten sich die Menschen damals mit kleinen Booten gut bewegen und durch den Kontinent reisen. An den Flüssen lagen die Handelsrouten, die es damals schon gegeben haben muss. Vielleicht, sagt Paul Globig, widme sich das Stadtmuseum dieser Zeit und bereite eine Ausstellung vor. Er wolle sich dazu mit dem Landesamt für Denkmalschutz und Archäologie mal besprechen. Denn die Landesbehörde stellt den Kommunen auch Funde auf Antrag für Ausstellungen zur Verfügung.