Zerbst l Steffen Klimmt und Maria Köhn sind sichtlich erfreut, als es um die Planungen rund um den neuen Jugendchor in Zerbst geht. Beim Treffen in den Räumlichkeiten der Sankt Bartholomäi-Kirche erzählen die Beiden mit großem Enthusiasmus von dem Projekt. Doch noch gibt es eine große Unsicherheit: Wie viele Zerbster Kinder und Jugendliche werden zu dem ersten Treffen erscheinen? Aber der Reihe nach.

„Angefangen hat alles vor knapp zwei Jahren. Damals wollte ich schon einen Jugendchor gründen, der sich mit moderner Musik befasst“, erklärt Kantor Steffen Klimmt. „Aber als mehr oder weniger Alleinkämpfer für das Projekt war es zu der Zeit zu zeitaufwendig für mich. Jetzt, mit so einem großem Team, fällt das leichter“, blickt er erfreut herüber zu seiner Mitkämpferin Maria Köhn.

Teilnehmer trotz Corona-Situation

Die 20-Jährige studiert an der Uni in Potsdam und ist zweimal pro Woche für den dualen Teil des Studiums in Zerbst. „Wir wollten es jetzt einfach Mal versuchen. Auch trotz der Corona-Pandemie.“

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Denn einfacher machen das Virus und die weltweiten Kontaktbeschränkungen die Arbeit der beiden Musik-Begeisterten nicht gerade. „Wir müssen genau drauf achten, wo und wie wir für den Chor proben. Am Freitag ist das quasi dann ein Test“, sagt Klimmt.

Maria Köhn ergänzt: „Wir lüften regelmäßig, indem die Türen dauerhaft aufbleiben. Wenn das Wetter gut und es warm genug ist, können wir auch in den Innenhof der Bartholomäi-Kirche gehen. Und ein Mindestabstand ist natürlich auch Pflicht für die Teilnehmer.“ Abhalten vom Singen wollen sich die Beiden folglich nicht lassen. Nur halt mit ausreichenden Sicherheitsmaßnahmen.

„Jetzt, im Vorfeld, ist es natürlich noch schwer zu planen. Wir wissen einfach noch nicht genau, wie viele überhaupt am kommenden Freitag erscheinen werden. Toll wären sicherlich über 20. Aber wir rechnen erstmal mit um die zehn Jugendliche“, so Köhn.

Positives Feedback

„Das Feedback von den Eltern und den Mitgliedern des Gemeindekirchenrats war durchweg positiv. Jetzt hoffen wir auf die Zerbster Jugend“, ergänzt Steffen Klimmt.

In Zukunft sollen vor allem moderne Lieder und gegebenenfalls auch bekannte Musical-Hits eingesungen werden. Die Jugendlichen selbst können beim Programm wie auch beim Namen des Chores, der noch nicht bestimmt ist, mitreden. Dadurch, dass das Corona-Virus Auftritte stark erschwert, sei außerdem der Druck raus, und die Jugendlichen könnten ruhig erst einmal schauen, wo sie überhaupt mit ihrer Stimme stehen.

„Deswegen machen wir am Freitag erstmal eine lockere Vorstellungsrunde. Uns ist aber außerdem noch wichtig, dass auch Jugendliche ohne musikalische Erfahrung gerne kommen können“, sagt Klimmt. „Auch die, die gar keine Lust auf Musik machen haben. Denn bei den Auftritten und Proben sind neben den Sängern auch die Instrumentalisten und die Techniker im Hintergrund wichtig.“

Wer aber so gar keinen Bock auf das Musizieren hat, der kann laut Klimmt gerne zum Jugendtreff gehen. „Dieser findet zeitgleich statt. Nach den Proben wollen wir immer zusammen zu Abend essen. Da treffen die Musiker dann auch ihre Freunde wieder, die im Jugendtreff waren.“

Für jeden was dabei

Es sei folglich für jeden etwas dabei. Denn dem Team um Maria Köhn, Steffen Klimmt, Matthias Koischke und Tamara Neubauer ist es wichtig, ein umfassendes Angebot für alle Zerbster Jugendlichen zu schaffen.

Das erste lockere Treffen findet am Freitag, 4. September, ab um 17 Uhr in der Schloßfreiheit 3, St. Bartholomäi, statt. Um 18 Uhr gibt es dann das gemeinsame Abendessen.