Deutsche Bahn

Nach erneuten Problemen funktionieren Schrankenanlagen in Zerbst wieder

Nach erneuten Problemen am vergangenen Wochenende sind alle Bahnübergange jetzt wieder intakt. Dies teilte ein Bahnsprecher auf Nachfrage mit. Trotzdem sollen weitere Kabel ausgewechselt werden.

Von Thomas Kirchner 02.08.2021, 16:00
Trotz geschlossener Schranke bleibt der Zug  am Sonnabendmorgen gegen 8 Uhr am Übergang in der Kastanienallee stehen, bevor er langsam und hupend den Bahnübergang überquert.
Trotz geschlossener Schranke bleibt der Zug am Sonnabendmorgen gegen 8 Uhr am Übergang in der Kastanienallee stehen, bevor er langsam und hupend den Bahnübergang überquert. Foto: Thomas Kirchner

Zerbst - Seit 30. Juli überqueren Bahnen wieder schritt fahrend und hupend die Zerbster Schrankenanlagen (Volksstimme berichtete). Ein Bahnsprecher teilte nun auf Anfrage mit, dass wieder Störungen aufgetreten sind, weswegen die Züge langsam an die Bahnübergänge fahren und durch Signal warnen.

„Die Störungen treten nun in Kabelbereichen auf, in denen wir bei den letzten Ereignissen keine Beeinflussungen hatten und die folglich auch nicht gewechselt wurden. Daher werden wir nun auf Nummer sichergehen und weitere 500 Meter Kabel komplett gegen speziell abgeschirmte Kabel austauschen“, erläuterte Jörg Bönisch, Pressesprecher der Bahn in Leipzig.

Leser weisen auf defekte Schranken hin

Inzwischen habe er die Information erhalten, dass Bahnübergänge im Bereich Zerbst wieder funktionieren und es keine Störungen mehr gibt, so der Bahnsprecher am Montagnachmittag. Bönisch wörtlich: „Gerade bekamen wir aktuell die Meldung, dass alle Bahnübergänge wieder funktionieren.

Am Wochenende hatte sich mehrere Leser an die Lokalredaktion gewandt und darauf hingewiesen, dass Züge trotz geschlossener Schranken in der Kastanienallee vor dem Übergang halten und dann in Schrittgeschwindigkeit und hupend den Bahnübergang passieren.

Erst im Juni waren die Zerbster Schrankenanlagen mehrere Wochen defekt. Nach Angaben der Bahn handelte sich um einen Schaden an einem Spezialkabel, wo es dann auch noch Lieferschwierigkeiten gegeben hat. In der Käsperstraße hatte sich an der ungesicherten Schrankenanlage sogar ein schwerer Unfall ereignet.

Am 26. Juni war ein Pkw mit einer Regionalbahn zusammengestoßen. Verletzt wurde glücklicherweise niemand – weder der Pkw-Fahrer noch die neun Insassen der Regionalbahn.

Nach dem Unfall reagierte die Bahn und lies die Bahnübergänge rund um die Uhr durch Posten mit Absperrbändern sichern.