Lindau l Den Abschluss der Außenanlagen an der Lindauer Burg hat Ortsbürgermeister Helmut Seidler im Auge. „Es ist möglich, dass das in 2021 im Haushalt steht und das gebaut werden kann“, kündigte er bei der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates an, als er gerade von einer Beratung über die Gestaltung des Bereiches gekommen war.

Es handelt sich um den Abschnitt zwischen Buswendeschleife und der Zuwegung zum Tor in Richtung Mühle Wendelmuth. Es ist die Fläche, die derzeit Parkplatz ist – unbefestigt, löchrig, staubig oder matschig je nach Wetterlage. Ein Zustand, der schon lange aufstößt, wo es doch auch um das Aushängeschild Burg geht.

Eltern fahren sich Autos an Löchern kaputt

Kein schöner Eindruck für Touristen, die nach Lindau kommen, kein Vergnügen für Besucher von Veranstaltungen auf der Burg. Die Stolperstrecke macht besonders der älteren Bevölkerung zu schaffen. Eltern und Lehrer fahren sich die Autos kaputt.

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Wird die Fläche zur Abwechslung mal aufgeschottert, verbessert sich der Zustand – aber nur kurzzeitig, bis sich die Löcher wieder ausgefahren haben. Und noch eines soll sich hier ändern, brachte es der Ortsbürgermeister zum Ausdruck: „Das Tohuwabohu beim Abliefern der Kinder“.

Mehr Platz zum Wenden

Im Rahmen der eingeschränkten Möglichkeiten – Denkmalschutz – und der zudem begrenzten finanziellen Mittel soll die Gestaltung erfolgen. Dazu gibt es bereits entsprechende Vorstellungen. Zwischen Buswendeschleife und dem ersten Bauabschnitt soll der Bereich auf jeden Fall in Pflaster befestigt werden.

Die Buswendeschleife an sich soll etwas vergrößert werden. Außerdem mache es Sinn, die grüne Insel verschwinden zu lassen. Im Gespräch mit den Busfahrern habe sich gezeigt, dass es derzeit reichlich eng ist, die Kurve zu nehmen, so Helmut Seidler.

Meet & Great-Bereich

An der Buswendeschleife, wo der Gehweg derzeit endet, soll dieser quasi am Schulhofzaun entlang fortgesetzt werden und dann direkt bis zur Schuleingangstür führen. Ob dieser erhöht mit Borden verlaufen wird, ist noch offen. In zwei Metern Breite und auf jeden Fall nicht überfahrbar, sieht Helmut Seidler diesen Fußweg. Auf ihm sollen dann alle Schüler am Morgen in die Schule kommen. Von den Eltern werden die, die mit dem Auto gebracht werden, schon im Bereich der Buswendeschleife verabschiedet. Hier soll ein Meet & Great – Bereich eingerichtet werden, um das Chaos, das zum Teil am Morgen auf der Parkfläche herrscht, zu vermeiden. Die Kinder dürfen dann des Rest des Weges selbständig gehen. Wer sein Kind unbedingt begleiten will, der muss dann die Parkmöglichkeiten an der Turnhalle oder am Markt nutzen.

Die jetzige Parkfläche soll dann nicht mehr viele Parkplätze vorhalten. Die Anordnung einer Handvoll Plätze ist angedacht, dabei berücksichtigt, dass vier Lehrer und zwei Horterzieher an der Schule arbeiten. Einen Baum sieht Helmut Seidler ebenfalls als Bereicherung auf der Fläche.

140.000 Euro eingeplant

Bei Veranstaltungen auf dem Burggelände sollen dann andere Parkregelungen getroffen werden. Berücksichtigung soll außerdem finden, dass in dem Bereich die Versorgung durch den Heimatverein weiter stattfinden, der Sanitärcontainer aufgestellt werden kann, und mehr. Rund 140.000 Euro sind für das Projekt im Plan, bestätigte Karin Möbius aus der Stadtverwaltung.