Zerbst l Zu einem nicht alltäglichen Einsatz ist die Zerbster Feuerwehr am Dienstagnachmittag ausgerückt. Passanten hatten an der Pferdeschwemme nahe der Grundschule An der Stadtmauer ein Schaf in der Nuthe entdeckt und die Feuerwehr gerufen. Die rückt – „man weiß nie, was einen wirklich am Einsatzort erwartet“, sagte Ortswehrleiter Steffen Schneider – mit der gesamten Kavallerie aus.

Ob das Schaf ein kühles Bad nehmen wollte, durstig oder einfach zu leichtsinnig war, ist nicht überliefert. „Das Tier stand wie angewurzelt auf dem schlammigen Grund der Nuthe und bewegte sich keinen Schritt“, schildert Schneider.

Halter bekommt nichts mit

Mit 17 vereinten Kräften sei es schließlich gelungen, das flauschige Tier aus seiner misslichen Lage zu befreien. „Nach dem vermutlich unfreiwilligen Bad konnte sich das Schaf schließlich wieder zu seinen Artgenossen gesellen“, so Schneider. Der Halter des Schafes habe von all dem nichts mitbekommen.

Immer mal wieder beweisen die Feuerwehrleute, dass jedes Leben zählt und dieser Spruch nicht nur eine Floskel ist. So haben am 6. April die Nedlitzer Feuerwehr gemeinsam mit dem Besitzer eine Katze gerettet, die einen Baum erklommen hatte und etwas zu hoch hinaus wollte.

Bambi ertrinkt

Am 15. Oktober 2019 hatten sich drei Rehe am örtlichen Löschteich in Badetz – wohl durch ein Loch im Zaun – in eine schier ausweglose Situation gebracht. Ein Bambi irrte innerhalb des Zaunes umher, zwei Tiere waren in den Teich gefallen, eines davon ertrank. Zwei Rehe konnte die Nuthaer Feuerwehr schlussendlich in die Freiheit entlassen werden.

Anwohner der Fuhrstraße beobachteten am 4. April 2019 schon seit Stunden eine Katze hoch oben auf einem Baum. Das Tier machte keinerlei Anstalten, den Baum zu verlassen. Fast genau ein Jahr zuvor will ebenfalls ein kleines Kätzchen kein Stubenhocker sein und klettert auf das Dach eines Mehrfamilienhauses in der Karl-Marx-Straße. In beiden Fällen eilte die Feuerwehr zu Hilfe und befreite die Tiere aus ihrer misslichen Lage.

Kätzchen will hoch hinaus

Und am 23. November 2017 befreien die Kameraden ein Kätzchen, das im dritten Stock eines Mehrfamilienhauses am Waldfrieden um Hilfe miaute. „Kätzchen allein zu Haus“ will sich durch ein angekipptes Fenster aus dem Staub machen. Dabei rutscht es so weit nach unten, dass es zwischen Fenster und Rahmen eingeklemmt ist. Auch hier geht es weder vor noch zurück.

In allen Fällen hieß es dann schließlich: „Ende gut, alles gut“, Tiere gerettet.

Alarm wegen Kochen und Braten

Am Abend gegen 21 Uhr werden dann die Ortswehren Zerbst, Jütrichau und Steutz zur Zerbster Helios Klinik in die Friedrich-Naumann-Straße gerufen. Laut Feuerwehr hatten Mitarbeiter beim Kochen und Braten wohl die Brandmeldeanlage (BMA) ausgelöst. Nach intensiver Kontrolle und dem Zurücksetzen der Anlage konnten die 37 Einsatzkräfte wieder abrücken.