Waldjugendspiele

Punkte sammeln mit viel Wissen und Geschick: Nach langer Pause wieder Waldjugendspiele am Spitzberg

Nach langer Pause konnten wieder Waldjugendspiele am Spitzberg durchgeführt werden. Einige Schulen der Einheitsgemeinde Zerbst nutzten das Angebot.

Von Von Petra Wiese
Carsten Stephan fragt die Zerbster Viertklässler, was man von Baumscheiben ablesen kann.
Carsten Stephan fragt die Zerbster Viertklässler, was man von Baumscheiben ablesen kann. Fotos: Petra Wiese

Spitzberg - „Eichhörnchen“, „Wölfe“, „Hasen“, „Rehe“ und andere Tiere waren dieser Tage wieder um den Spitzberg unterwegs. Nach den Tieren des Waldes sind die Gruppen bei den Waldjugendspielen benannt. Die Waldjugendspiele konnten nach langer Pause nun auch endlich wieder durchgeführt werden. „Wir sind alle froh, dass wir wieder was machen können“, sagte die Leiterin vom Jugendwaldheim Spitzberg, Annetta Matthias. So kamen in den vergangenen drei Wochen doch noch einige Schulen, darunter aus der Kernstadt Zerbst und den Umlandgemeinden, in den Genuss dieses Projektes.

Acht Waldarbeiter und Waldpädagogen vom Jugendwaldheim Spitzberg und vom Betreuungsforstamt Nedlitz waren zum Beispiel im Einsatz, als die Kinder der Zerbster Bartholomäischule an den Waldjugendspielen teilnahmen. Gleich zwei Tage hatte die Schule gebucht, einmal für die Erst- und Zweitklässler und einmal für die Dritt- und Viertklässler.

Acht kleine Gruppen mit maximal sechs Kindern wurden gebildet und auf die Rundtour zu den acht Stationen geschickt. Die Eichhörnchen, Hasen, Wölfe und Co. mussten dabei auf Punktejagd gehen. Jede Station umfasst ein bisschen Wissensvermittlung und das Wissen der Kinder wird abgefragt. Dazu kommt ein sportlich-spielerischer Teil wie Weitsprung oder Zielwerfen, Armbrustschießen oder Shuffleboard. 

Welche Früchte gehören zu welchem Baum?

Wo es um Jagdliches geht, werden Geweihe, Felle und Tierspuren zugeordnet. Beim Pflanzlichen dreht sich alles um Baumarten. Was unterscheidet Nadel- und Laubbäume? Welche Früchte gehören zu welchem Baum? Einige Kinder kannten sich recht gut aus mit den Bäumen. Auch bei den Tieren zeigte sich zum Teil ein ganz unterschiedlicher Wissenstand. Was zählte, war jedoch Teamarbeit. Gemeinsam sollten die Gruppen überlegen und ihre Aufgaben lösen. 

„Zielendes“ hieß die Station, an der Carsten Stephan die Kinder erwartete. Auf dem Weg dorthin sollten sie schon die Augen offen halten und ihren Beobachtungssinn schärfen. Ein Apfel am Nadelbaum? Ein Kiefernzapfen am Laubbaum? Fuchs und Dachs hinterm Baum hätten sie bemerken können. Nicht allen fielen diese Dinge auf. 

Waldjugendspiele auch im nächsten Jahr wieder

Am Ende wurden alle Kinder mit einer Teilnahmemedaille und kleinen Preisen belohnt. Für die Siegergruppe gab es einen Nistkasten für die Schule. 

Waldjugendspiele soll es im nächsten Schuljahr am Spitzberg weiter geben. Dann sind auch wieder die Jugendwaldeinsätze mit Übernachtungen für die höheren Klassen geplant. Auch dieses Angebot musste coronabedingt ausgesetzt werden.

Die Leiterin vom Jugendwaldheim Spitzberg, Annetta Matthias, spricht mit den Kinder über Baumarten.
Die Leiterin vom Jugendwaldheim Spitzberg, Annetta Matthias, spricht mit den Kinder über Baumarten.
Foto: P. Wiese
An jeder Station ist Wissen, Geschick oder sportlicher Einsatz gefragt.
An jeder Station ist Wissen, Geschick oder sportlicher Einsatz gefragt.
Foto: P. Wiese