Zerbst l Mehr als zufrieden war Hans-Joachim Heinemann am Sonntagnachmittag, als die Preise für die Gewinner der siebten Lokal- und Rammlerschau vergeben waren. „Wir sind mit der Beteiligung sehr zufrieden“, sagte der Vorsitzende des organisierenden Rassekaninchenzüchtervereins G377 aus Zerbst. Es seien so viele Teilnehmer gewesen, wie seit zehn Jahren nicht mehr. „153 Tiere von 21 Züchtern und zudem eine sehr gute Rassenvielfalt mit 24 Rassen.“ Die Züchter kommen aus den Kreisen Anhalt-Bitterfeld, Jerichower Land und der Stadt Dessau-Roßlau. Auch für Freunde der Meerschweinchenzucht hatte Annett Bringezu einige Tiere mitgebracht, fügte er weiter an,

Große Anzahl von Tieren

„Wir mussten kurz vor Beginn der Schau sogar noch eine Wand entfernen, um alle Käfige unter zu bekommen“, erzählte er weiter. Zwar nutze der Verein schon seit Anfang des Jahrtausends die Räume und hatte auch schon eine größere Anzahl Tiere bei Schauen dort untergebracht, „allerdings waren damals die Tierschutzbedingungen noch nicht so wie. Heute müssen die Käfige größer sein“, erklärte der Vorsitzende weiter. Doch rechtzeitig zur Wertung waren alle Käfige untergebracht und am Freitagnachmittag standen die Wertungen fest.

Für das interessierte Publikum eröffnete Bürgermeister Andreas Dittmann (SPD) am Sonnabendmorgen die Ausstellung gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Kees de Vries und Volker Krüger, der den Landrat Uwe Schulze (alle CDU) vertrat.

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Preis des Bürgermeisters

Dittmann ist auch Schirmherr der Veranstaltung. Aus diesem Grund ist der Preis des Bürgermeisters auch der höchste nach dem Landesverbandsehrenpreis, den die Zuchtgemeinschaft Felgenträger aus Mühlstedt gewann. Der Bürgermeisterpokal ging an Dieter Fromm aus Roßlau. Margitta Fromm, ebenfalls aus Roßlau, gewann den Preis des Landrats. Sie stellte auch die beste Häsin und erreichte mit 97,0 Punkte die Wertung „vorzüglich.“ Der beste Hase kam ebenfalls von der Zuchtgemeinschaft Felgenträger aus Mühlenstedt. Das „Kleinsilber schwarz“ gehört auch zur Siegergruppe des Landesverbands- ehrenpreises.

Wie gestern schon berichtet, konnte die Zuchtgemeinschaft Rosemarie und Winfried Neumann die ersten drei Vereinsmeisterschaftsplätze gewinnen. Der erste Preis gelang mit einem schwarz-weißen Russen, der zweite mit einem Tier der Rasse Havanna und der dritte mit einem rotäugigen Zwergwidder. Auch die beiden Wanderpokale für die Zuchtgruppe I (Mutter und drei Junge) sowie Zuchtgruppe II (vier Junge) gewann die Gemeinschaft.

Lediglich Klaus Gensch konnte mit seinem „Kleinsilber, schwarz“ den Wanderpokal der besten Jungtiere gewinnen und somit einen der Vereinspreise für sich beanspruchen.

Der Publikumspreis brachte dieses Mal eine Überraschung. „Wir haben zwei Sieger“, sagte Hans-Joachim Heinemann. Die Stimmenanzahl sei identisch gewesen. So können sich Kurt Löwigt aus Zerbst mit einem Blauen Wiener und Nicole Metz aus Roßlau mit einem Hermelin Blauäugig über einen Pokal freuen. 190 Zuschauer waren am Wochenende bei der Schau. „Damit sind wir sehr zufrieden“, sagte Heinemann.