Zerbst l Die Restaurierung des Nordportals der Kirchenruine St. Nicolai befindet sich in den letzten Zügen. „Da sind ja mächtige Fortschritte gemacht worden“, freut sich Claus-Jürgen Dietrich, Vorsitzender des Förderkreises, der sich für den Erhalt des sakralen Baudenkmals einsetzt. Die neuen hellen Sandsteinelemente fallen sofort ins Auge. Deutlich setzen sie sich von der Originalsubstanz ab.

Fördergelder und Spenden

Maik Brion von den Dessauer Steinmetzwerkstätten ist gerade dabei, die in Folge des Zweiten Weltkrieges beschädigten Rippen im Portalbogen zu ergänzen. Direkt vor Ort passt der Zerbster die grob vorgearbeiteten Elemente an. „Alles Handarbeit“, erklärt er Dietrich. Zugleich zeigt er ihm die Risse in den steinernen Verzierungen, die er mit Harz geschlossen hat. Das von der Mauer abstehende Gewände auf der linken Seite des Portals musste abgenommen und neu aufgebaut werden, ähnlich auf der gegenüberliegenden Seite, beschreibt Brion die rund 32.000 Euro teure Sicherungsmaßnahme, die dank Fördergeldern und vieler Spenden realisiert werden kann.