Zerbst l „Ich hatte es bereits beim Neujahrsempfang angekündigt, dass wir ab diesem Jahr endlich in der Lage sind, mit der Instandsetzung und Sanierung unserer Gehwege beginnen zu können. Das wird auch noch eine ganze Weile dauern“, sagt Bürgermeister Andreas Dittmann. Es werde damit auch viele Hinweise von Bürgern reagiert und nicht zuletzt habe auch der Stadtseniorenbeirat dieses Thema immer wieder berechtigt angesprochen.

Innerhalb der Stadtmauer

„Gut 100.000 Euro stehen für das Jahr 2018 zum Ausbau und zur Sanierung der Gehwege zur Verfügung, die folgenden Jahre jeweils 20 000 Euro“, erläutert Bauamtsleiterin Heike Krüger. Allerdings, einen Haken hat die Sache. „ Da es sich aber um Gelder aus dem Etat der Altstadtsanierung handelt, können wir auch nur im Sanierungsgebiet, also innerhalb der Stadtmauer tätig werden, ausgenommen der Bereich Zerbst-Nord“, erklärt Dittmann. Aber auch hier gebe es eine Menge zu tun.

„Das Geld für die Sanierung der Fußwege kommt zu je einem Drittel vom Bund, vom Land Sachsen-Anhalt und von der Stadt Zerbst“, erklärt Dietmar Habelmann vom Zerbster Bauamt.

Barrieren und Hemmnisse sollen abgebaut werde

„Wir werden wohl im Bereich Kupfergasse, Bäckerstraße und Am Plan anfangen. Hier wollen wir Barrieren abbauen, die sowohl für Kinderwagen, wie auch Rollatoren oder Rollstühle Hemmnisse darstellen und verbessern damit die Situation in diesem Bereich deutlich“, stellt Dittmann in Aussicht.

Ebenfalls auf der Agenda stehen die Gehwege Silberstraße, Salzstraße, Alte Brauerei, Klappgasse, Neue Brücke, Fritz-Brandt-Straße, Mühlengasse, Haselopstraße, Rennstraße, Brüderstraße, Lüttge Brüderstraße, der Weinberg und die Mühlenbrücke.

Rechteckpflaster geplant

„Derzeit sind wir dabei das Leistungsverzeichnis zu erstellen“, sagt Habelmann. Die denkmalrechtliche Genehmigung liege bereits vor. „Verwendet werden soll ein Rechteckpflaster in rot-braun mit einer gestrahlten Oberfläche“, erklärt Habelmann weiter.

Für Bäckerstraße braucht es Sondergenehmigung

Das geforderte Pflaster sei allerdings nicht ganz günstig. „Die für dieses Jahr zur Verfügung stehende Mittel werden für etwa für 2000 Quadratmeter Gehwege reichen“, hat Habelmann errechnet.

Im Fokus liege wie schon erwähnt die Bäckerstraße. Die sei aber etwas außerhalb des Sanierungsgebietes. „Hier sind wir dabei, uns um eine Ausnahmegenehmigung beim Landesverwaltungsamt zu bemühen“, erklärt Bauamtsleiterin Heike Krüger.

Der Dauerbrenner Jeverische Straße, wo sich durch Baumwurzeln die Pflastersteine heben, bleibt erst einmal außen vor. „Hier wurde 2015 der Regenwasserkanal erneuert und eine neue Deckschicht aufgebracht, so dass der grundhafte Ausbau, inklusive Fuß- und Radwege nach hinten geschoben wurde“, so Habelmann.