Zerbst l Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen ist in Zerbst eine Tankstelle überfallen worden. Dieses Mal hat es die Agip-Tankstelle in der Kastanienallee getroffen. Nach Angaben der Polizei hat ein bislang noch unbekannter Mann am Montag kurz vor Ladenschluss gegen 21.55 Uhr den Verkaufsraum betreten.

„Der Unbekannte forderte unter Vorhalt eines pistolenähnlichen Gegenstandes von der anwesenden Mitarbeiterin die Herausgabe von Bargeld. Der mutmaßliche Täter erbeutete mehrere hundert Euro und verließ im Anschluss fluchtartig den Tatort“, schreibt Robert Niemann, Pressesprecher der Polizeiinspektion Dessau-Roßlau. In welche Richtung er geflohen ist, sei nicht bekannt. „Die 61-jährige Tankstellenmitarbeiterin erlitt einen Schock und musste medizinisch betreut werden. Die Tatortbereichsfahndung der Polizei verlief negativ“, informiert der Polizeisprecher.

Zweiter Überfall infolge

Der mutmaßliche Täter wird wie folgt beschrieben: männlich, etwa 165 Zentimeter groß und von zierlicher Gestalt. Er sprach akzent- und dialektfreies Deutsch. Bekleidet war der Räuber mit einer dunklen Kapuzenjacke, einer dunklen Hose, mit dunklen Handschuhen und einer dunklen Mund-Nasen-Bedeckung.

Erst am 18. August hat ein noch Unbekannter die Star-Tankstelle in der Coswiger Straße überfallen. Wie Polizei und die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau in einem gemeinsamen Schreiben im August mitgeteilt haben, hatte auch dieser Täter die Tankstelle kurz vor Ladenschluss gegen 21.50 Uhr betreten und unter Vorhalten eines Messers Bargeld von dem Tanstellenmitarbeiter gefordert.

Polizei ermittelt

Auch in diesem Fall verlief eine unmittelbar eingeleitete Tatortbereichsfahndung der Polizei, auch unter Einsatz eines Fährtenhundes, negativ. Der mutmaßliche Täter wurde als etwa 17 bis 18 Jahre alt, 170 Zentimeter groß und schlank beschrieben. Er sei mit einer schwarz-weißen Jacke und einer dunklen Hose bekleidet gewesen. Zudem habe er eine Kapuze und ein dunkles Tuch als Maskierung getragen.

Die Polizei prüft nun, ob zwischen den beiden Überfällen möglicherweise ein Zusammenhang besteht. „Die Ermittlungen in beiden Fällen werden zusammen geführt. Natürlich wird auch geprüft, ob es sich um ein- und denselben Täter handelt“, so ein Polizeisprecher auf Volksstimme-Nachfrage.

Zeugen, die Hinweise zum Tatgeschehen geben können oder entsprechende Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen. Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Dessau-Roßlau unter 0340/6000291 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Außerdem ist die Polizei unter der E-Mail-Adresse lfz.pi-de@polizei.sachsen-anhalt.de zu erreichen.

Mann mit Schussverletzung gefunden

Schon einige Stunden zuvor war die Polizei für mehrere Stunden gefordert. Denn am Montagmittag wurde gegen 12 Uhr in der Jeverschen Straße ein 45-jähriger Mann in seinem häuslichen Bereich von Angehörigen leblos aufgefunden.

„Der Verstorbene wies eine Schussverletzung auf. Die Polizeibeamten leiteten daraufhin eine Todesursachenermittlung ein“, so Polizeisprecher Robert Niemann auf Volksstimme-Nachfrage.

Keine Hinweise auf Fremdeinwirkung

„Für die kommenden Tage ist eine Sektion des Verstorbenen geplant“, erklärt Robert Niemann und betont ausdrücklich: „Nach jetzigem Ermittlungsstand gibt es aber keine Hinweise auf eine Fremdeinwirkung.“

Die Ermittlungen in diesem Fall werden in alle Richtungen geführt und dauern natürlich weiter an, informiert der Polizeisprecher abschließend.