Zerbst l Die ganze Weite der Bühne musste es sein, um den König der Löwen aufleben zu lassen – die Crazy Dancers und die Tanzsternchen vom Bühnen-, Tanz- und Showverein O’Blue tanzten gemeinsam den Kreislauf des Lebens. Ein buntes beeindruckendes Bild bildete den Auftakt des 22 Punkte beziehungsweise Tänze zählenden Programms. Seit dem letzten Tanztag war der König der Löwen nicht wieder zur Aufführung gekommen, führte O’Blue-Chefin Katrin Pickler das Publikum ein.

Was folgte waren abwechslungsreiche Vorträge der einzelnen Gruppen. „Waka Waka“ tanzten die Firegirls aus Gerwisch, die jüngeren Firebabys ließen die bunte Kuh fliegen. Damit auch alles klappte, hatten die Feuerwehrtanzgruppen ihr Maskottchen Florian dabei. Der Elefant saß ganz vorn auf der Bühne.

Hauch von Orient

Hingucker waren zweifelsohne die orientalischen Tänzerinnen aus Dessau-Roßlau. Anmutig ließen sie die Münzen um ihre Hüften klimpern, wozu sie die Schleier schwenkten. Als Solotänzerin unter den Oriental Dance Girls begeisterte Josi das Publikum.

Bilder

Den Tänzerinnen vom Verein Schaut hin! aus Dessau war durchaus anzumerken, dass sie auch in Richtung Ballet ausgebildet werden. Als Piraten und Popgymnastikgruppe waren die einen zu erleben. Kreativ setzten die anderen „Alles klar!“ oder „Schon spät, kommt schnell“ in Szene.

Ohne Frage gehört Tanzen zum Karneval. So waren Joana Sadurski und ihre Mädels vom Güterglücker Karnevalsklub mit von der Partie. Die Piratenbräute hatten sogar die Schrubber dabei, um das Deck zu putzen.

150 Kinder dabei

Immer im Wechsel mit den Gästen hatten die einzelnen O‘Blue-Gruppen ihre Auftritte. Die kleinen Tanzsternchen meisterten die Premiere ihres neuesten Tanzes ebenso, wie die Crazy Dancers, die in Gold und Schwarz zum ersten Mal den Lord of the Dance zeigten.

Mit viel Applaus wurden die jungen Tänzerinnen auf der Bühne – 150 insgesamt – belohnt. Katrin Pickler dankte allen, die das vorbereitet und ermöglicht haben. Viel Zeit und Arbeit steckt in jedem einzelnen Tanz, der Arbeit mit den Kindern bis hin zu den Kostümen. Nachwuchssorgen gibt es bei O’Blue nicht, eher stößt man an die Kapazitätsgrenzen. Vier Gruppen trainieren im Verein. Die meisten Choreografien sind eigene Ideen von Katrin Pickler. Ihr zur Seite stehen Kristin Mahlo, Joana Schönwälder, Maria Fleischer und Angelique Müller, die auch schon mal allein das Training durchführen.

Am Sonnabend konnten alle Gruppen zeigen, was sie im Repertoire haben – und das im großen Saal, auf der Bühne und vor zahlreichem Publikum. Das ist das Anliegen des Tanztages, zu dem damals Schatzmeisterin Ulrike Krümmling die Idee hatte. Hinterm Vorhang und in der Künstlergarderobe zu sein, gehört zum Erlebnis dazu. Und das soll auch die nächste Auflage des Tanztages wieder werden.