Güterglück l Hier wird geklotzt und nicht gekleckert. Wenige Tage vor dem Kindertag ist traditionell Streichen, Buddeln, Putzen, Schrauben und Baggern angesagt. Sie sind tatsächlich echte Glückskinder, die Steppkes aus der gleichnamigen Kindertagesstätte in Güterglück, denn kurz vor ihrem Ehrentag am 1. Juni werden alljährlich der Spielplatz und der Garten auf Vordermann gebracht. Und nicht nur das. Wenn Eltern und Erzieherinnen mit dem großen Aufräumen fertig sind, gibt es auch immer etwas Neues für die Kinder zu entdecken.

Arbeit nimmt kein Ende

Und die Liste mit den geplanten Arbeiten auf dem Spielplatz, die Kita-Leiterin Susanne Thiele im Vorfeld angelegt hat, ist lang. Das Spielhaus entrümpeln, aufräumen und säubern, die Entdeckerwand neu bestücken, den Fühl-und Tastpfad erneuern, eine Tankstelle für die Tretautos bauen – die Liste nimmt überhaupt kein Ende.

„Ich bin jedes Jahr aufs Neue überrascht und froh, dass sich so viele Mütter und Väter bereit erklären, beim Arbeitseinsatz zu helfen“, sagt Susanne Thiele. Richtig Klasse sei auch, dass so viele Eltern handwerklich versiert sind und auch die entsprechende Technik mitbringen. Die wurde auch gebraucht, denn es sollte auch eine Tunnelröhre zum Krabbeln und Verstecken entstehen. „Immerhin 1400 Euro hat die Röhre gekostet“, so die Kitaleiterin. Gezahlt habe die der Träger der Einrichtung, das Albert Schweitzer Familienwerk.

Bilder

So rückten die Eltern schließlich mit schwerem Gerät an, um mit dem Erdhaufen, der noch aus dem vergangenen Jahr auf dem Gelände lag, die neue Röhre zu bedecken. So ist auf dem Spielplatz längst eine Erlebniswelt entstanden. „Die Kinder lieben beispielsweise auch die alten Autoreifen und leeren Tonnen. Die werden über den ganzen Spielplatz gezottelt, schildert Susanne Thiele lachend.

Fühl- und Tastpfad

Außerdem entstehen am Zaun neue Maltafeln in Form von Blumen. „Die Muttis und Vatis haben die Tafeln schon vorher gebaut. So müssen sie heute nur noch verschraubt werden“, freut sich Thiele. Auch der Fühl- und Tastpfad wird erneuert. „Hier laufen die Kinder barfuß entlang und beschreiben, wie es sich anfühlt, beispielsweise über Steine, Moos oder Tannenzapfen zu laufen“, erklärt die Kita-Leiterin.

Bis Dienstag müssen sich die Kinder allerdings noch gedulden, dann können die ihren neu gestalteten Abenteuerspielplatz wieder in Besitz nehmen. „Die Rasselbande wird mit Sicherheit jede Menge Spaß – vor allem mit der neuen Krabbelröhre – haben“, sind sich Susanne Thiele, die Erzieherinnen und die Eltern ziemlich sicher.