Dobritz l Es war im August des vergangenen Jahres, dass sich Wildschweine auf dem Dobritzer Sportplatz ausgetobt und den Platz unbespielbar gemacht hatten. Eine erste Kostenschätzung der Stadtverwaltung, um alles wieder herzurichten, lag bei 30 000 Euro für einen neuen Zaun und 80 000 Euro für die Instandsetzung des Platzes.

Kapazitäten reichen nicht aus

Die Kapazitäten des Bauhofes würden nicht ausreichen, um das Projekt zu stemmen, auch würde die Stadt nicht über die nötigen Mittel verfügen, hieß es zunächst. „Kurzfristig sehe ich keine Lösung“, hatte der Zerbster Bürgermeister Andreas Dittmann im November auch in Anbetracht der Auslastung des Platzes erklärt.

Für die Dobritzer hingegen, war schnell klar: Wir wollen unseren Sportplatz nicht aufgeben, wir setzen uns für eine Instandsetzung des Platzes es. Dazu hatte sich auch der Ortschaftsrat bekannt und die restlichen Mittel aus dem Verfügungsfond zur Verfügung gestellt. Der örtliche Sportverein, die TSG Dobritz 1922, die die Summe auch nicht aus eigener Kraft aufbringen kann, setzte Hebel in Bewegung.

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Sportplatz 2019 wieder nutzen

Noch im vergangenen Jahr war mit der Umsetzung der Sanierungsmaßnahme auf dem Sportplatz in Dobritz begonnen worden. Durch den Sportkameraden Christian Neidigk wurde mit Firmen in der Region gesprochen und der Ablauf der Arbeiten abgestimmt. Die gesamte Spielfläche konnte umgebrochen und gemulcht werden. Der erste Schritt auf Initiative der TSG Dobritz 1922, deren Vorsitzender Günter Hubert ist, wurde damit getan. Im Frühjahr soll das Gras gesät werden, um schnellstmöglich die Sportanlage wieder zu nutzen.

Zum Glück hatten die Sportfreunde die Kostenschätzung hinterfragt und um eine Prüfung gebeten. Auch wurden die Möglichkeiten der Stadtverwaltung zur Unterstützung bei der Sanierung der Sportanlage in Dobritz noch einmal angefragt. Kurzfristig konnten gemeinsam mit der TSG preisgünstigere Alternativen gefunden werden.

„Für die Instandsetzung des Sportplatzes in Dobritz wurde eine Lösung gemeinsam mit dem Sportverein TSG Dobritz 1922, der Ortschaft und der Stadt gefunden“, informierte Nico Ruhmer, Amtsleiter Zentrale Dienste in der Zerbster Stadtverwaltung.

Einebnen der Fläche

Die Ortschaft stellt 887 Euro aus ihrem Verfügungskonto zur Verfügung. Die Stadt Zerbst wird rund 1400 Euro bereitstellen. Mit den Mitteln können wichtige Leistungen erbracht werden, wie die Bodenbearbeitung und das Einebnen der Fläche. Es soll Rasensaat eingekauft werden, die dann einzufräsen ist. Ein mehrfaches Walzen ist erforderlich.

Darüber hinaus wird der Verein weitere Arbeiten am Platz in Eigenleistung durchführen. Da wird es noch einiges zu tun geben für die Sportfreunde. Den Dobritzern bleibt ihr Sportplatz also erhalten – wo ein Wille ist, findet sich auch meistens ein Weg.