Garitz/Bornum l Wie schon oft, war die Lange Straße in Bornum wieder einmal Thema bei der jüngsten Sitzung des Bornumer Ortschaftsrates. Dass Ortsbürgermeister Mario Rudolf bei der Jahreshauptversammlung des Feuerwehrvereins Bornum von einem grundhaften Ausbau sprach, veranlasste nun auch Bürger bei der Ratssitzung vorzusprechen. Warum und auf welcher Grundlage solle ein grundhafter Ausbau erfolgen? Warum wird nicht repariert?, lauteten die Fragen.

Schon lange Thema

Fakt ist, dass die Straße in einem schlechten Zustand ist. Sie weist Löcher aus, die Entwässerung funktioniert nicht, Gullydeckel sind zu tief etc. Die Flickschusterei, die je nachdem, was der Haushalt hergab, in den vergangenen Jahren betrieben wurde, ist deutlich sichtbar. „Die Straße war immer Thema im Ortschaftsrat“, so Mario Rudolf. Ab 2011/12 habe man bereits über einen grundhaften Ausbau nachgedacht, blickte der Ortsbürgermeister zurück. 2013 sei die Maßnahme dann das erste Mal in der Haushaltsplanung ausgewiesen worden. In 2014 und 2015 habe sie für das Jahr 2018 drin gestanden. 2016/2017 dann nicht mehr auf Grund der Konsolidierung. Der Ortschaftsrat hatte sich dann verständigt, die Maßnahme wieder einzubringen, so dass sie in diesem Jahr für 2023 drin steht. Die Kostenschätzung sieht 482.000 Euro vor und Fördermittel in Höhe von 65 Prozent. Auf Grund der Satzung wiederkehrender Straßenausbaubeiträge würden dann auch alle Grundstückseigentümer der Abrechnungseinheit Bornum zur Kasse gebeten. Rund 84.000 Euro müssten nach den damaligen Schätzungen auf die Bornumer umgelegt werden.

Die Ortschaftsräte untermauerten mit Argumenten, warum es tatsächlich Sinn machen würde, einen grundhaften Ausbau vorzunehmen. Das 20-Zentimeter-Rohr schaffe die Entwässerung nicht, so Eberhard Hamm. Rainer Prange verwies auf die Spülung und Kamerabefahrung der Leitung, die keinen ordentlichen Durchlass ergab. Alexander Reich erklärte, dass man ja nicht von vornherein für einen grundhaften Ausbau gewesen wäre, sondern auch auf Grund von Darstellungen der Baubetriebe.

Die Gründe für den grundhaften Ausbau sollten den Bürgern nachvollziehbar vorgelegt werden, forderte ein Bürger. Ebenso genaue Kosten, die auf jeden Einzelnen zukommen würden, zumal die Zahlen der Kalkulation inzwischen überholt sein sollten. Mario Rudolf versicherte, dass es auf jeden Fall eine Einwohnerversammlung geben wird, wenn es soweit sein sollte, bei der alle Einwände gehört werden und alle Fragen geklärt werden können.