Güterglück l Bis Ende November soll die Bahnhofstraße am Tiergehege in Güterglück wegen der laufenden Arbeiten am Fußweg gesperrt bleiben, sagte Ortsbürgermeister Moritz Schwerin. Die Vollsperrung sei notwendig, weil die Arbeitsschutzbestimmungen verschärft wurden und die Sicherheitsabstände zur Baustelle vergrößert wurden. Deshalb sei die gesamte Straße gesperrt worden. Eine halbseitige Straße hätte den Bauarbeitern für die Arbeiten zu wenig Platz gelassen. „Selbst wenn die Baufirma nur eine halbseitige Sperrung beantragt hätte, wäre dies nicht genehmigt worden, weil die Behörden auch die Sicherheitsabstände prüfen und wissen, wie breit die Straße insgesamt ist“, beschreibt er das Verfahren.

Fußweg seit zehn Jahren Thema

Der Fußwegbau am Ortsausgang in Richtung Zerbst ist ein Vorhaben, welches die Lokalpolitik bereits seit rund zehn Jahren beschäftigt, erzählt er. In den vergangenen Jahren habe es immer wieder Versuche der Stadt gegeben, das Bauvorhaben mit dem Landkreis abzustimmen und einen gemeinsamen Termin zu finden. „Das geht seit einem Jahrzehnt immer hin und her“, sagt Moritz Schwerin. Mal wollte der Landkreis die Kreisstraße am Ortsausgang sanieren, dann konnte die Stadt den Fußweg nicht mitmachen, weil die Mittel dafür nicht bereitstanden. Dann hatte wieder die Stadt das Geld im Etat eingeplant und der Landkreis baute woanders. Diesmal nahmen die Güterglücker aber keine Rücksicht mehr. „Wir haben Fördermittel bekommen. Die werden jetzt verbaut“, sagt Moritz Schwerin. Die Stadt mache nur den Fußweg. Der Bordstein werde nicht angefasst. „Wir hoffen natürlich, dass der Landkreis in kurzer Zeit nachzieht“, meint er. Doch er wisse auch, dass sich das Nachziehen strecken kann. Schließlich sei der Kreis groß. Da wisse niemand vorher, welches Vorhaben sich dann noch im Haushalt finde und später auch umgesetzt werde. Wichtig sei, dass die Güterglücker demnächst bis zum Ortsausgang auf einem Fußweg laufen können. Mit der Umsetzung des Bauvorhabens sei eines der letzten großen Vorhaben in dem Ort umgesetzt, freut er sich. Durch die Straßensperrung könnten die Bauarbeiter ganz in Ruhe arbeiten und müssten keine Rücksicht auf den Straßenverkehr nehmen. Er sei schon ganz gespannt auf das Ergebnis der Bauarbeiten, verrät er.