Deetz l Ein Ende ist absehbar. Der Straßenbau an der Deetzer Straße verläuft planmäßig. Seit Mitte März wird an dem 300 Meter langen Stück Kreisstraße vom Ortseingang bis zur Kreuzung Dobritzer Straße/Lindauer Straße gebaut. Die Maßnahme ist ein Gemeinschaftsprojekt. Landkreis als Straßenträger und Stadt, die für die Nebenanlagen zuständig ist, sitzen in einem Boot.

Entwässerung geändert

Der Regenwasserkanal zur Entwässerung der Straße sowie einzelner Hausanschlüsse, um das Niederschlagswasser abzuführen, ist gelegt. Zweizeilige Rinnen und Borde gibt es an beiden Straßenseiten mit den Abläufen in den Kanal. Die Straße bekommt ein Dachprofil erklärte Heike Osterwald, die Planerin vom Zerbster Ingenieurbüro für Wasser und Umwelt. Dann kann das Wasser nach beiden Seiten ablaufen.

Von der ursprünglich einmal vorgesehenen Versickerung in Mulden ist man abgekommen. Da die Bedingungen für das Versickern vor Ort schlecht sind, hat man sich für die bessere, aber auch ein wenig kostenintensivere Variante, entschieden.

Auf der Ostseite ist der neue Gehweg bereits hergestellt und schließt an den bereits vorhandenen am Wohnblock an. 1,50 Meter breit ist der bunt gepflasterte Fußweg. So wird er auch über die gesamte Länge auf der gegenüberliegenden Westseite gebaut. Auch die Einfahrten bis an die Grundstücksgrenzen wurden ostseitig bereits gepflastert.

Derzeit ist also die Westseite an der Reihe, wo die Männer der bauausführenden Firma Horst Grüning GmbH aus Schönebeck gerade begonnen haben, die Borde für den Gehweg zu setzen. Wenn der Gehweg dann komplett fertig ist, kommt die hydraulisch gebundene Tragschicht auf die Straße. In Regelbauweise wird sie hergerichtet. Asphalt statt Kopfsteinpflaster, keine Löcher, kein Geholpere mehr.

300 Meter Straße

Antje Michaelis als zuständige Bearbeiterin und Betreuerin des Projektes von Seiten des Landkreises lobte die Firma Grüning. „Wir sind sehr zufrieden“, sagte sie. Er habe auch nur Gutes von den Bürgern gehört, freute sich Ortsbürgermeister Ulrich Weimeister. Da gibt es keine Beschwerden oder ähnliches. Die Leute vor Ort machen ihre Sache gut. „Wir kommen klar“, bestätigte Polier Oskar Hanisch, der hier mit bis zu fünf Leuten in Gange ist.

Mitte Juli soll die Tragschicht kommen, Ende Juli die Baumaßmnahme abgeschlossen sein. Die aufgerissene Straße bietet auch für die Avacon Gelegenheit, Leerrohre für neue Stromleitungen einzubringen. Auch für Breitband sei in dem Bereich alles vorbereitet, informierte Ortsbürgermeister Ulrich Weimeister. Die Heidewasser GmbH nutzte die Maßnahme, um Hausanschlussschieber zu wechseln.

Die Zerbster Straße ist eine „wichtige Baumaßnahme für Deetz“, so Weimeister, „Ist die Straße fertig, ist wieder ein Schritt getan“. Dann wäre nur noch die Nedlitzer Straße ab der Kreuzung Schweinitzer Straße zu machen.

Auch die 13 gefällten Bäume in der Zerbster Straße sind nicht in Vergessenheit geraten. Die werden nachgepflanzt, wenn alles fertig ist, versicherte Heike Osterwald. Da kann man dann nochmal genau gucken, an welche Stelle die 13 Laubbäume am besten gesetzt werden.